Zucchini-Thymian-Ricotta-Brot mit Sauerteig nach Zorra

Zucchini-Thymian-Ricotta-Brot mit Sauerteig nach Zorra

Wie wäre es mit einem echten Sommerbrot? Nicht nur das Zucchini natürlich gerade im Sommer wächst wie verrückt, das Brot ist auch perfekt als Grillbrot geeignet.
Ein helles saftiges Brot, welches mit dem Käse und dem Thymian perfekt als Beilage zum Salat und zu allem, was vom Grill kommt, schmeckt.

Koch mein Rezept – Vorstellung kochtopf.me

Und damit haben wir die perfekte Überleitung zum eigentlichen Thema. Das Rezept habe ich bei Zorra gefunden und bei Ihr läuft gerade das Blogevent “Grillzeit”. Das Thema hat sich, wie bei vielen Blogevents von Zorra, eine andere Bloggerin ausgesucht. In diesem Fall war es Bettina von homemade & baked. Es ist das Blog-Event CLXXVII von Zorra. Wer es nicht so mit römischen Zahlen hat, es ist Ihr 178tes Monatsevent. Eine wirkliche beeindruckende Zahl, die deutlich macht, wie lange Zorra mit Ihrem Blog kochtopf.me schon aktiv ist. Und um so schwerer ist meine Aufgabe diese Runde bei Koch mein Rezept.

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Denn mit so ungefähr 4000 Beiträgen im Blog, ist das keine leichte Entscheidung. Zwar hat sie seit 2012 Ihre Beiträge pro Jahr alphabetisch sortiert und es gibt auch eine Übersicht über sämtliche Synchronbacken Themen der letzten Jahre.
Ehrlicher Weise gibt es bei Zorra einfach zu viele tolle Rezepte, um sich durch alle Rezepte durchzuklicken. Neben dem Thema Brotbacken fällt ein Thema jedoch überdurchschnittlich oft auf. Und zwar liebt Zorra Dulce de Leche. Und daher findet Ihr vermutlich ein dutzend Varianten zur Herstellung und gefühlte 100 Rezepte zur Verarbeitung der süßen Karamellsoße. Und dann hätte ich fast noch Ihren kulinarischen Adventskalender vergessen. Diesen organisiert sie schon seit 2005 und ich durfte auch dort schon zweimal dabei sein. So gab es einen Pan de Pascua – Chilenischen Weihnachtskuchen und den leckerer Christstollen – fast wie aus Dresden.

Die Rezeptwahl – Zucchini-Thymian-Ricotta-Brot mit Sauerteig

Da Zorra in Spanien, genauer in Andalusien, wohnt, habe ich erst an ein spanisches Rezept gedacht, um meine Tapas Sammlung zu ergänzen. Doch dann fiel mir ein, dass sie doch vorletztes Jahr eine Zucchini Schwemme hatte und zahlreiche Rezepte zum Thema veröffentlicht hat. Kurz gesucht, und eigentlich schon für Ihre extra saftigen Sommer-Brownies mit Zucchini entschieden.

Wir hatten schließlich noch einige riesige Zucchini aus dem Garten meiner Schwiegereltern im Kühlschrank, die gegessen werden wollte. Da es noch anderes Gemüse zum Kochen gab, wollte ich sie also zu Brownies verarbeiten.

Allerdings habe ich noch etwas weitergeklickt und bin dann auf Ihr Zucchini-Thymian-Ricotta-Brot gekommen. OK, ein Brot liegt mir ja sowieso mehr, als süßes Gebäck. Das passt ja super. Im Original ist der Sauerteig als Aromageber drin, ich habe ihn als alleiniges Triebmittel verwendet.

Dazu haben wir aus unserem Italien Urlaub noch 60 Monate gereiften Pecorino im Kühlschrank, und in den Teig eingearbeitet. Ein anderer aromatischer Hartkäse geht aber auch, falls Ihr darauf gerade nicht zugreifen könnt.

Dann allerdings hat mich meine Ankarsrum etwas ausgetrickst und die Zucchini nicht schnell genug mit dem Mehl vermischt. Fehlte vielleicht das Wasser im Rezept von Zorra? Hatte sie nicht woanders geschrieben, das die Zucchini sogar ausgedrückt saftig genug ist?

Meine Verwunderung über den festen Teig nahm aber schnelle ab, nachdem ich auf einmal Brei hatte. Ich hätte wohl doch erst später Wasser dazu geben sollen und den Teig definitiv mit dem Hacken und nicht mit der Walze kneten sollen. Wenn Ihr eine andere Knetmaschine nutzt, einfach wie unten beschrieben vorgehen, und Euch keine Sorgen machen.

Zum Glück ist am Ende alles gut gegangen, aber ich empfehle das unten beschriebene Vorgehen und eine vorsichtige Verwendung von dem Schüttwasser.

Aber starten wir mit dem Rezept

Flüssiger Sauerteig

  • 12 gr Weizen ASG / Li.Co.Li
  • 120 gr Weizenmehl 550er
  • 120 gr lauwarmes Wasser

Alle Zutaten gut vermischen und bei ungefähr 23-24° für 12 Stunden gehen lassen. Der Sauerteig sollte sich ca verdreifacht haben. Wer stattdessen lieber mit einem Lievito Madre arbeitet, kann noch etwas Zeit sparen.

Alternative: Lievito Madre

  • 72 gr LM
  • 72 gr Weizenmehl 550er
  • 36 gr lauwarmes Wasser

Die Zutaten gut vermischen und für ca 3-4 Stunden gehen lassen, bis sich der Lievito Madre gut verdoppelt hat. Wenn Ihr einen Triebstarken LM habt, kann das auch schneller gehen. Egal welchen Sauerteig Ihr verwenden möchtet, mit dem Hauptteig geht es gleich weiter. Lediglich die Wassermenge müsst Ihr entsprechend wie beschrieben anpassen.

Hauptteig

  • 480gr 550er Weizenmehl
  • 240gr Weizensauerteig (oder 180gr Lievito Madre)
  • 420gr Zucchini
  • 1 El frischer Thymian
  • 30gr Olivenöl
  • 50 g Ricotta
  • 30gr geriebener Hartkäse
  • 15gr Salz
  • bis zu 30-90gr kaltes Wasser (Abhängig vom Sauerteig, ACHTUNG, kann weich werden)
  • Sesam für die Stückgare (Optional)

Zunächst die Kerne aus der Zucchini entfernen. Wenn ihr junge, dünne nehmt, könnt Ihr diesen Schritt überspringen. Danach die Zucchini mit einer Reibe möglichst fein reiben.

Dann alle Zutaten außer Salz, Hartkäse und Wasser gründlich vermischen und für 30 Minuten quellen lassen. Ich empfehle Euch dafür, alles 30-60 sec. in der Maschine alles durchzumischen. Mit der Ankarsrum unbedingt den Haken und nicht die Rolle verwenden. Nach den 30 Minuten den Teig für 4 (Ankarsrum 12, nun geht auch die Rolle) Minuten kneten. Salz dazu geben und weiter kneten. Dabei schluckweise das Wasser dazu geben. Verwendet Ihr einen festen Lievito Madre empfehle ich 60-90 ml, mit einem flüssigeren Weizensauerteig 30ml. Ich hatte etwas meh drin, aber das war schon Recht anstrengend. Wenn Ihr euch nicht sicher seid, die Version von Zorra ist auch ohne extra Wasser super geworden.

Da ich das Brot für den gleichen Abend brauchte, habe ich mit relativ kurzer Gare gearbeitet. In den Zeitplänen findet Ihr noch eine Version mit längerer Gare.

Wenn es schneller gehen soll, startet Ihr mit 3 Stunden warmer Stockgare (ca. 22°). In der ersten Stunde 2* dehnen und falten. Nun nochmal 2 Stunden im Kühlschrank parken und danach formen. Da der Teig sehr weich war und mein Hartweizenmehl alle war, habe ich den Teig nach dem Formen vollständig mit Sesam bedeckt, bevor er ins Gärkörbchen kam. Ich hatte Angst, dass er sonst kleben bleibt und muss sagen, dass der Sesam sich wirklich super auf dem Brot macht. Das nussige passt perfekt zum herzhaften Brot.

Die 1 1/2 – 2 Stunden Stückgare finden wieder bei ca. 22° statt. In der Zeit den Ofen auf 260° vorheizen und für 10 Minuten mit Dampf bei 230° backen. Dampf ablassen und weitere 35 Minuten bei 220° backen. Ruhig die Kerntemperatur (95°) messen, da das Brot durch die Zucchini eher etwas länger braucht, als andere Brote.

Herausgekommen ist ein tolles Brot, welches sowohl die Kinder als auch unser Besuch gerne gegessen hat. Es eignet sich, perfekt zum Grillen oder als Beilage zu Suppen und Salaten.

Zucchini-Thymian-Ricotta-Brot mit Sauerteig nach Zorra

Viele weitere interessante Rezepte

Ich freue mich sehr, das ich das Rezept bei Zorra gefunden habe, und hoffe sie macht noch lange weiter. Ihre Events machen immer viel Spaß und bringen auch tolle Rezepte hervor. Ob nun beim Synchronbacken oder Ihre anderen Blogevents.

Wie wäre es z.B. mit den Ciabatta Brötchen mit Übernachtgare, welche man auch super als Brote zum Grillen machen kann oder den Leckere Brioche-Burger-Buns – ganz einfach ohne kneten. Zwei meiner Lieblingsrezepte in der Kategorie “Backen”. Dazu wage ich mich gerade für die Blogevents auch mal aus meiner Komfortzone. So sind eigentlich alle Getränke wie der selbstgemachte Erdbeerlimes – haltbar mit ordentlich Wumms oder auch Omas Eierlikör – ein tolles selbstgemachtes Ostergeschenk (und natürlich auch Weihnachtsgeschenk) im Rahmen Ihrer Events entstanden. Und nicht nur das, ich durfte auch schon zweimal Gastgeber bei Ihr sein. Beim Blog Event CLVII – Äpfel Herzhaft & Süß sind immerhin 39 tolle Rezepte zusammen gekommen und zum Blog-Event CLXVIII – Alles aus der Fritteuse gab es 12 köstliche Rezepte. Bei meinem Beitrag zum Apfelevent Kürbis-Apfel-Schafskäse Pinsa Romana kam übrigens auch gleich wieder ein Rezept vom Synchronbacken zum Einsatz. Das die Pinsa Romana die Mutter aller Pizzen ist, ist zwar nur ein Marketing Gag (wie ich inzwischen weiß) aber trotzdem besonders lecker.

Zusammenfassend kann man sagen, ein tolles Los, was mir diesen Monat bei Koch mein Rezept zugelost wurde, auch wenn es das schwerste überhaupt war.

Aber auch die Rezepte aus den letzten Monaten waren toll. Gerade erst habe ich ja das Heidelbeer-Dessert mit Skyr und Mascarpone veröffentlicht, aber auch die anderen Blogs waren toll.

Angefangen mit der Ayurvedische Kokossuppe mit geröstetem Blumenkohl, Kurkuma & Miso – nachgekocht, über die Frittierte Mozzarella Bällchen im Teigmantel bis zu den Leckere Kürbissofties mit süßem Sauerteig im letzten Jahr. In diesem Jahr habe ich Euch dann den Kürbis-Spätzle Auflauf mit Hackbällchen – Koch mein Rezept, das Zupfbrot mit Walnuss – Petersilienpesto und zuletzte die Rezept für hausgemachte Pasta mit Linsen und Salsiccia präsentiert.

Zeitpläne zum Backen

Beim durchgehen meiner Beiträge habe ich gerade festgestellt, wie wenig ich in letzter Zeit für Euch gebacken habe. So musste ich die Vorlage für den Zeitplan dem Garten-Focaccia – einfaches Rezept mit wenig Hefe und viel Zeit entnehmen. Ich verspreche Besserung und habe schon ein paar Rezepte in Arbeit. Aber kommen wir nun zu den Zeitplänen. Sie sollen als Richtlinie gelten. Bitte haltet Euch nicht streng an den Plan, sondern achtet selber auf den Teig. Schon kleine Temperaturabweichungen können unterschiede machen. Dazu reifen Teige auch abhängig von der Flüssigkeitsmenge unterschiedlich.

Zeitplan 1 – Es muss fix gehen Zeitplan – Dauer 21,5 Stunden

  • Abends gegen 21:00 Uhr: Sauerteig ansetzen (ca. 5 Minuten Arbeit)
  • 9:00 Uhr Hauptteig vorbereiten
  • 9:30 kneten (ca. 15-45 Minuten (je nach Maschine))
  • bis 12:30 Uhr Teig gehen lassen und 2x dehnen und falten.
  • Im Kühlschrank noch 2 Stunden gehen lassen.
  • 14:30 Teig formen und weitere 2 Stunden gehen lassen. Nach 75 Minuten den Ofen wie beschrieben vorheizen
  • 16:30 Uhr Das Brot wie beschrieben backen
  • ab 18:30 Uhr zum Grillen genießen.

Zeitplan 2 – Bitte kein Streß – Dauer 34,5 Stunden

  • Morgens gegen 8:00 Uhr: Sauerteig ansetzen (ca. 5 Minuten Arbeit)
  • 20:00 Uhr Hauptteig vorbereiten
  • 20:30 kneten (ca. 15-45 Minuten (je nach Maschine))
  • bis 21:30/22:00 (abhängig von der Knetzeit) Uhr Teig gehen lassen und 2x dehnen und falten.
  • Im Kühlschrank für 16 Stunden gehen lassen.
  • 13:30 Teig formen und weitere 3 Stunden gehen lassen. Nach 2 1/4 Stunden den Ofen wie beschrieben vorheizen
  • 16:30 Uhr Das Brot wie beschrieben backen
  • ab 18:30 Uhr zum Grillen genießen.

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