Meatball Curry - sri-lan­kische Hackbällchen

Meatball Curry – sri-lan­kische Hackbällchen

Unsere Reise nach Sri Lanka geht zu Ende und zum Abschluss der Reise habe ich noch ein Curry mit Hackbällchen für Euch. Das tolle Rezept bildet den Abschluss der kleinen Rezeptserie aus Sri Lanka mit dem Cashew-Erbsen Curry aus Sri Lanka und dem zu beiden Curries passendem Kokos Fladenbrot mit Zwiebeln und Chili – Pol Roti – der Klassiker aus Sri Lanka.

Hackbällchen gibt es ja überall auf der Welt, weswegen ich mir auch zum Ziel gesetzt habe, in den nächsten Monaten zu unseren verschiedenen Reisezielen eine möglichst internationale Rezeptsammlung zu erstellen. In Europa bin ich mit den Schwedische Köttbullar – besser als bei Ikea gestartet und habe Euch noch die Pulpety – polnische Hackbällchen in Dill-Sahne Soße vorgestellt. Dazu gab es noch die Domates Soslu Köfte – Türkische Hackbällchen in Tomatensoße.

Nun also ein Meatball Curry. Inspiriert wurde ich dabei von dem Sri Lankan Beef Meatball Curry auf dem Blog Island Smile, allerdings habe ich das Rezept doch einigermaßen flexibel interpretiert. Herausgekommen ist ein tolles Curry welches durch den Verzicht auf Zimt in der Gewürzmischung, auch von meiner Frau gerne gegessen wurde.

Wenn Ihr vom Cashew-Erbsen Curry noch etwas von der Gewürzmischung über habt, dann braucht Ihr diese nicht nochmal machen, den ich habe für beide Gerichte die gleiche Mischung verwendet. Ansonsten hier nochmal das Rezept.

Gewürzmischung

  • 4 El Koriander Samen
  • 3 EL Cumin (Kreuzkümmel)
  • 2 EL grüne Kardamom Kapseln
  • 2 EL schwarzer Pfeffer
  • 2 EL Curryblätter
  • 1 EL Nelken
  • 1/2 Stange Zimt (optional)


Für die Gewürzmischung alle Zutaten (ganz nicht gemahlen) in der Pfanne ohne Öl auf mittlerer Stufe für ca. 6-8 Minuten rösten. Das Cumin nach 2-3 Minuten dazu geben, da er schneller dunkel wird. Wenn die ganze Küche anfängt gut zu riechen, dürften die Gewürze so weit sein, gemörsert zu werden. Nun alles zusammen im Mörser fein zerkleinern. Ich siebe die Mischung gerne durch, um die größeren Bestandteile noch weiter zu Mörsern. Nach 3-4 Durchgängen solltet Ihr kaum noch grobe Reste haben und die leckere Gewürzmischung wartet darauf in das leckeren Curry zu kommen. Ihr braucht für dieses Rezept knapp die Hälfte der Menge, es lohnt sich also gleich noch ein zweites Curry einzuplanen ;-). Trocken, dunkel und verschlossen gelagert hält sich die Mischung einige Zeit, ohne viel Aroma zu verlieren. Wobei mir das mit dem Dunkel nochmal jemand erklären muss :-).

Nun aber zu den Hackbällchen:

Hackbällchen

  • 600 gr Rinderhack
  • 1 Zwiebel
  • 1 grüne Chili
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Ei
  • 30 ml Milch
  • 3 EL gemahlenes Altbrot (oder Paniermehl)
  • 1 1/2 EL Gewürzmischung
  • 1 TL Paprikapulver
  • Salz
  • 2 EL Kokosfett

Für die Hackbällchen zunächst die Zwiebel kleinschneiden und in der Pfanne bei mittlerer Hitze mit einem Löffel Kokosfett anbraten. Die Zwiebeln sollten glasig werden und anfangen etwas Farbe zu bekommen. Nun den Knoblauch dazu geben und etwas abkühlen lassen. Dann mischt Ihr alle Zutaten außer das restliche Fett und knetet die Masse gründlich durch. Dann formt Ihr kleine Hackbällchen und bratet diese in einer großen Pfanne von allen Seiten kräftig an.
Da die Bällchen auch pur super lecker sind, könnt Ihr diese nun noch etwas länger braten, bis sie fast durch sind und direkt genießen. Wenn Ihr sie aber, wie wir, im Curry essen wollt, stellt Ihr sie direkt nach dem Anbraten zur Seite.  Die Bällchen sollen ja nicht trocken werden. Die Pfanne wascht Ihr nicht aus, da Ihr sie gleich noch für das Curry braucht.

Zutaten Curry

  • 250 ml passierte Tomaten
  • 500 ml Kokosmilch
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 2 EL frischer Ingwer
  • 1 EL frischer Knoblauch
  • 1 EL frischer Kurkuma
  • 2 1/2 EL Gewürzmischung
  • 2-3 grüne Chilis
  • Salz
  • 1 EL Kokosfett


Für das Curry schneidet Ihr die Zwiebel klein und bratet sie mit dem Fett in der schon benutzten Pfanne von den Hackbällchen an. In der Zeit reibt Ihr Ingwer, Kurkuma und den Knoblauch und schneidet die Chilis klein. Die Soße soll ordentlich scharf werden, da die Hackbällchen ein wenig Power vertragen. Das alles gebt Ihr mit der Gewürzmischung zu der Zwiebel und lasst es für 2-3 Minuten ein wenig Farbe bekommen. Nun gebt Ihr die Tomaten und die Kokosmilch dazu und kocht alles einmal gründlich auf. Dann gebt Ihr die Hackbällchen dazu und lasst alles zusammen für ungefähr 5 Minuten köcheln, bis die Hackbällchen fast durchgegart sind. Wenn Ihr mit frischem Ei und Rinderhack gearbeitet habt, dürfen die Bälle gerne noch leicht rosa von innen sein.

Auch wenn das Curry mehrere Arbeitsschritte braucht, ist es relativ einfach und schnell zubereitet und sehr lecker. Ich denke, dass ich mich noch stärker um die südasiatische Küche im Blog kümmern sollte. Solange kann ich Euch noch das Ginger Chicken – Ingwer Curry mit Hähnchen nach Kitchen Impossible und das Keoti Dal – gemischtes Dal mit selbstgemachtem Roti ans Herz legen. Beides tolle Curries. Und auch wenn es das britische Nationalgericht ist, ein leckeres Chicken Tikka Masala kann man doch auch immer essen.

Pintererst -Meatball Curry - sri-lan­kische Hackbällchen

15 Kommentare

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  4. Ein Rezept von unserem Hackbällchen-Spezialisten 😉 . Zu der Gattung gehöre ich ja auch, deshalb wird auch diese Version unbedingt bald ausprobiert!
    Herzliche Grüße
    Tina

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  9. Die Curry-Klopse sehen sehr verführerisch aus.
    BTW: Im Google Doc hast Du die Links für dieses Gericht mit dem für die Kokos Roti vertauscht.

    Liebe Grüße
    Britta

  10. Fleischbällchen gehen hier immer – für mich bitte einmal mit Zimt in der Gewürzmischung :-).

  11. Ja, Hackbällchen gehen eigentlich immer. In einem würzigen Curry sind sie bestimmt ausgezeichnet!
    Viele Grüße Sylvia

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  13. Tolles Rezept. Ich liebe die indische Küche! Ich persönlich würde noch Zimtblüte & etwas Selleriesalz dazu geben.

    Genussvolle Grüße
    Tom

  14. Hallo Volker,gerade haben wir das suuuuuper köstliche Curry verspeist,was für ein Genuss!
    Wir dachten wir säßen bei unserem Lieblings-Inder. Bei mir kam Zimt rein, dafür keine Nelken, sonst hätte ich es nicht gerne gegessen 😄
    Liebe Grüße und vielen Dank für das Rezept,wird unbedingt ein Wiederholungstäter
    Petra

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