Afghanische Bolani - Pfannenbrote mit Kartoffel-Paprika Füllung

Afghanische Bolani – Pfannenbrote mit Kartoffel-Paprika Füllung

Mit diesen tollen gefüllten Fladenbroten aus der Pfanne geht es weiter durch unsere afghanische Woche. Die Bolani sind super lecker und einfach gemacht. Gefüllt werden sie mit Kartoffeln, Paprika, Zwiebeln und frischen Koriander.

Die kulinarische Weltreise stoppt ja gerade in Afghanistan. Gestern gab es schon Afghanisches Golpi – Blumenkohl in pikanter Tomatensauce. Auf der Suche nach tollen Rezepten habe ich aber natürlich auch nach Broten Ausschau gehalten und bin im Prinzip nur beim Fladenbrot und bei den Bolani fündig geworden. Dort findet man primär Rezepte mit Kartoffel-Frühlingszwiebeln Füllung, eine Kombi die mich nicht so überzeugt. (Da ich keine rohen Zwiebeln esse.) Allerdings stand überall, man kann sie auch füllen wie man möchte und nach weiterer Suche bin ich bei Sadia von Pick Up Limes gelandet. Sie füllt Ihr Bolani auch mit Kartoffeln und Paprika, verwendet aber ebenfalls Frühlingszwiebeln. Daher habe ich mir meine eigene Füllung gebaut. Egal, was drin ist, frischer Koriander darf nicht fehlen.

Herausgekommen sind diese leckeren Fladenbrote. Natürlich sehen sie bei Sadia noch besser aus, aber ich werde sie sicher noch öfter machen und dann auch zukünftig noch runder bekommen.

Lecker waren sie und so starten wir mit dem Teig.

Zutaten Teig

  • 350g Weizenmehl 550er
  • 250g Weizenvollkornmehl
  • 9g Hefe
  • 30g Sonnenblumenöl
  • 370g Wasser
  • 12g Salz

Die Hefe im Wasser auflösen und mit dem Mehl und dem Öl gründlich vermischen. Für ca. 5 Minuten mit der Maschine kneten und dann das Salz dazu geben. Nun weitere 5 Minuten kneten und für ca. 3-4 Stunden warm gehen lassen. Der Teig sollte sich in der Zeit verdoppelt haben. Beim Recherchieren habe ich festgestellt, dass die „normalen“afghanischen Fladenbrote häufig mit einem Anteil Vollkornmehl gemacht werden. Daher habe ich das hier übernommen, was den Teig noch deutlich interessanter gemacht hat. Wer mag gibt noch etwas Sauerteig dazu, dann wird der Teig noch aromatischer.

Während der Teig geht, macht Ihr an die Füllung.

Zutaten Füllung

  • 300g Kartoffeln
  • 250g Zwiebeln
  • 350g grüne Spitzpaprika
  • 30g frischen Koriander
  • 2 TL Advieh Gewürz
  • 1 TL Paprikapulver (wahlweise süß oder scharf)
  • Salz, Pfeffer

Die Paprika waschen und im Ofen für gute 30 Minuten auf höchster Grill-Stufe garen (im nicht vorgeheizten Ofen). Währenddessen die Kartoffeln schälen, in kleine Stücke schneiden und als Salzkartoffeln kochen. Zuletzt noch die Zwiebeln klein schneiden und ohne Öl bei mittlerer Hitze in der Pfanne weich garen, bis sie eine goldbraune Farbe bekommen.

Den Koriander fein hacken und zur Seite stellen.

Wenn die Paprika weich ist, aus dem Ofen nehmen, längst aufschneiden und die Kerne entfernen. Dann klein hacken.

Die Zwiebeln nun nochmal mit den Kartoffeln und der Paprika in der Pfanne anbraten und mit dem Advieh, Paprika, Salz und Pfeffer würzen. Von der Platte nehmen, mit einem Kartoffelstampfer klein machen und den Koriander dazu geben. Nochmal abschmecken (es darf sehr intensiv sein) und die Füllung zur Seite stellen.

Nun die Teiglinge formen. Dafür den Teig in 125g Stücke teilen und Runde Kugeln formen. Diese etwas flach drücken und nochmal mit einem Handtuch abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen. Nun rund ausrollen und 75-80g der Füllung auf der einen Hälfte verteilen. Umklappen, die Luft an den Seiten rausdrücken und an den Rändern gut zusammen drücken. In der Pfanne von beiden Seiten jeweils ca. 3-4 Minuten braten und pur oder als Beilage genießen.

Weitere tolle Pfannenbrote, die ich schon aus aller Welt für habe, sind das Injera – das äthiopische Pfannenbrot aus Teffmehl, das Lachuch – Jemenitische Pfannenbrote nach Kitchen Impossible und das Marokkanisches Meloui (Malawi) – Leckeres Pfannenbrot und das Kokos Fladenbrot mit Zwiebeln und Chili – Pol Roti – der Klassiker aus Sri Lanka.

Lass dich von weiteren Rezepten inspirieren

6 Comments

  1. Lieber Volker, auch die gefüllten Pfannenbrote stehen auf meiner Rezeptliste. Viele Grüße, Regina

  2. Es ist wirklich toll, wie vielseitig die Bolani sind!

  3. Am besten gefällt mir ja der Satz „Egal, was drin ist, frischer Koriander darf nicht fehlen.“ Ich bin da ganz bei dir, der Rest meiner Family beginnt allderdings an der Stelle leise aber vernehmlich zu murren.
    Jedenfalls ist es ein tolles Rezept und ich sehe Bolani (minus Koriander) deutlich in meiner nahen Zukunft.

  4. Lieber Volker,

    ich habe mir die Bolani für die Etappe „Gefüllte Teigtaschen aus aller Welt“ aufbewahrt. Wir haben sie in München ebenfalls probiert und fanden sie auch soooo lecker.

    Ich esse ja auch keine rohen Zwiebeln (das umfasst auch Schnitt- und Bärlauch) und hätte jetzt kein Problem damit gehabt, die Frühlingszwiebeln kurz zu dünsten. 😉

    Liebe Grüße
    Britta

  5. Deine Füllung schmeckt sicherlich auch sehr lecker. Ich finde es super, dass man die Bolani füllen kann, wie man möchte. So ist für jeden Geschmack was dabei.

  6. Pingback: Borani Banjan – geschmorte Auberginen mit Joghurtsauce – Chili und Ciabatta

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

The maximum upload file size: 4 MB. You can upload: image. Drop file here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.