Bis vor wenigen Wochen kannte ich die Tradition der Stutenkerle, Weckmänner, Grittibänz oder wie auch immer sie bei Euch genannt werden überhaupt nicht. Dann kam die Idee auf, in unserer Backgruppe mal wieder ein Backevent zu machen. Und zwar zum Martinstag Weckmänner. Allerdings gibt es das traditionelle Gebildebrot in vielen Gegenden eher zum Nikolaus und so ist das Event gleich auf einen ganzen Monat ausgelegt.
Als dann noch Zorra für Ihr Synchronbacken am Wochenende ein Rezept von Besonders Gut am Wochenende ausgesucht hat, war klar, dass ich das Rezept mal ausprobieren musste. Eigentlich wollte ich ja ein völlig eigenes Rezept entwickeln. Das ist allerdings absolut nicht zufriedenstellend gewesen. Daher passte es, dass wir das Rezept von Katharina auch auf der Empfehlungsliste hatten. Da ich ja gerade versuche möglichst viel mit meinem süßen Sauerteig zu arbeiten, habe ich lediglich die Hefe gegen den süßen Sauerteig getauscht.
Ich habe die Weckmänner eher etwas süßer eingeschätzt. Der Teig von Katharina kann auch super als Teig für Toastbrot verwendet werden. Wer lieber einen etwas süßeren Teig nutzen möchte, kann stattdessen auch den Teig für die Rhabarber-Streuselschnecken mit Hefewasser verwenden. Vielleicht mit etwas weniger Flüssigkeit und natürlich ohne Rhabarber.
Wer noch keinen süßen Sauerteig hat, kann in meiner Beschreibung zur Herstellung eines süßen Sauerteiges nachlesen, wie es geht. Ihr braucht ca. 2 Tage bis Ihr eine milde, triebstarke Kultur habt.
Sollte der Teig aus dem Kühlschrank leicht säuerlich riechen, probiert ihn einmal und frischt ihn ruhig 2x auf.
Süßer Sauerteig
- 80 gr Anstellgut vom süßen Sauerteig
- 80 gr 550er Weizenmehl
- 48 gr Wasser
- 12 gr Zucker
Alle Zutaten gleichmäßig verkneten und für ca. 2-4 Stunden warm (23-24°) gehen lassen, bis sich der Teig knapp verdreifacht hat. Den nicht genutzten Sauerteig frische ich noch einmal auf, und gebe ihn kurz vor der Verdoppelung in Kühlschrank.
Ingredients
- 175gr süßer Sauerteig
- 350gr 550 Weizenmehl
- 270gr Milch
- 50gr Butter
- 2gr Zimt
- 10gr Salz
- Rosinen, Nüsse etc. zum verziehren
Alle Zutaten bis auf die Butter in die Knetschüssel geben und ca 6-7 Minuten kneten. Nun Stückchenweise die Butter einarbeiten. Insgesamt ca. 12-14 Minuten kneten.
Den Teig in eine gefettete Teigform geben und ca. 2 Stunden warm anspringen lassen. Danach gebt Ihr ihn in Kühlschrank und lasst ihn dort 16 Stunden reifen.
Nun den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und die Weckmänner formen. Dafür Teiglinge von ca. 150gr abstechen. Das Formen macht übrigens auch ganz viel Spaß mit Kindern. Leider habe ich mir das tolle Video nicht angeschaut, dann wären die Weckmänner sicher schöner geworden.
Die Weckmänner nun für knapp 2 Stunde warm gehen lassen. In der Zeit den Ofen mit Backstahl auf 220° vorheizen. Die Weckmänner in den Ofen geben, wenn sie sich deutlich vergrößert haben. Kräftig Schwaden und für ca. 20 Minuten bei 190° backen.
Habt Ihr bei Euch auch traditionelles Gebäck? Wir haben im Blog noch den Neujahrskranz – traditionelles Neujahrsgebäck und den Poschweck – das zuckersüßes Aachener Osterbrot.
Und direkt zu Weihnachten können wir Euch mit Muttis saftiger Quarkstollen, der Panettone – dem italienische Weihnachtskuchen und dem Pan de Pascua – Chilenischer Weihnachtskuchen noch ein paar tolle Rezepte anbieten.
Oder seid Ihr an weiteren Rezepten mit süßen Sauerteig interessiert? Ich hätte da noch Leckere Kürbissofties mit süßem Sauerteig, den Klassischer Gugelhupf – Rezept für den leckeren Kuchen und die für Euch.
Nun schaut Euch aber mal die ganzen Ergebnisse der anderen Mitblogger an. Die haben nämlich viel schönere Weckmänner gemacht.
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Je mehr ich darüber lese, desto mehr reizt es mich, auch mal mit süßem Sauerteig zu backen. Klingt auf jeden Fall sehr spannend.
Hihi, deine Grittibänz sind aus einer anderen Welt. In der Schweiz ist Zopfteig, und das ist dieser hier ja auch, meist nicht süss.
Hey Volker,
spannend, deine Sauerteig-Version. Deine Weckmänner haben tatsächlich einen leichten Alien-Style, aber was das Formen angeht, durften wir uns ja austoben und wer weiß, vielleicht feiern die auf ihrem Planeten ja Nikolaus 😉 .
Liebe Grüße
Tina
Hallo Volker,
ich muss ja jetzt auch mal leicht schmunzeln, Tina hat das so schön geschrieben, Grittibänze mit Alien Style, spätestens jetzt feiern die dort oben auch St. Martin oder Nikolaus, Dein süßer Sauerteig klingt spannend, irgendwann werde ich das auf jeden Fall mal ausprobieren.
Liebe Grüße
Britta
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Ich finde die ganz putzig mit ihren Rosinenaugen. Und die Teigvariante ist spannend.
Liebe Grüße
Ilka
Mit süßem Sauerteig ist auch eine gute Idee. Ich hätte sie auch süßer erwartet, dennoch haben sie uns gut geschmeckt 🙂
Liebe Grüße, Bettina
Pingback: Grittibänze – Synchronbacken im November | Was machst du eigentlich so?!
Hi Volker, also, ich finde deine Grittibänze sehr gelungen!
Liebe Grüße
Simone
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