Heute gibt es ein tolles veganes Toastbrot für Euch, was ganz ohne Butter und Milch super lecker wird. Mit etwas mehr Biss als normale Weizen-Toastbrote durch die Verwendung von Dinkelmehl. Wer also eine Alternative zu üblichen Weizen-Butter-Toast Rezepten sucht, ist hier gut aufgehoben. Und auch die Qualitätsprüfung durch die Kinder wurde bestanden, denn bei Toastbrot entscheiden die Kinder im Prinzip, ob ein Rezept veröffentlicht werden darf. Nur wenn es beiden schmeckt, kommt es in Blog.
Nachdem ich bereits einige leckere Toast-Rezepte im Blog habe, kam hier die Frage auf, wie viele Toast-Rezept ein Blog überhaupt braucht.
Eine durchaus berechtigte Frage, weswegen ich mir ein paar Gedanken gemacht habe, was denn noch fehlen könnte. Ein veganes Toastbrot-Rezept fehlte auf jeden Fall, und eins mit Dinkel ebenfalls. Warum also nicht beides kombinieren.
Wie passend, dass das aktuelle Blog-Event von Zorra gerade Frühstück als Thema hat. Ilka von Was machst du eigentlich so? hat sich das Thema ausgesucht, und das ist natürlich genau mein Thema.
Wir starten den Tag also mit einem veganen Dinkeltoast. Was beim Umgang mit Dinkel zu beachten ist, habe ich ja schon im Beitrag Richtig Backen mit Dinkel – Dinkelbrot mit Kochstück, Autolyse und viel Erklärung zusammengefasst.
Nun ging es also, um die richtige vegane Rezeptur. Wenn Ihr Ideen für vegane Produkte habt, kommentiert gerne. Denn auch, wenn ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis bin, so kenne ich natürlich nicht die besten Varianten für Butter und Sahne Ersatz.
Aber kommen wir zum Rezept. Um die Anforderungen an das Rezept möglichst gering zu halten, habe ich mich für ein reines Hefebrot entschieden. So kann es von jedem mit etwas Geduld nachgebacken werden. Ihr braucht lediglich Zeit um möglichst viel Geschmack ins Brot zu bekommen.
Zutaten Hefevorteig
- 150gr Dinkelmehl 630
- 150gr Wasser
- 1gr Hefe
Für den Vorteig mischt Ihr alle Zutaten und lasst ihn für 8 Stunden bei ca. 22° gehen.
Zutaten Kochstück
- 112,5gr Alsan Pflanzenfett
- 75gr Dinkelmehl 630
- 500gr Sahneersatz (Sojabasiert)
Auch bei unserem Dinkeltoast wollen wir auf ein Kochstück nicht verzichten. Für das Kochstück geht Ihr wie bei einer klassischen Mehlschwitze vor. Zunächst schmelzt Ihr das Fett bei mittlerer Hitze, rührt dann das Mehl ein bis es klumpenfrei mit der Fett vermengt ist und gießt dann langsam den Sahneersatz ein.
Das ganze aufkochen lassen und bei kleiner Hitze für mindestens 5 Minuten köcheln lassen, bis die Masse eine puddingartig Konsistenz hat.
Bis zum Einsatz im Kühlschrank kalt stellen.
Zutaten Hauptteig
- Hefevorteig
- Kochstück
- 525 Dinkel 630
- 25gr Wasser
- 3gr Hefe
- 15 Salz
Für den Hauptteig alle Zutaten außer das Salz in die Knetschüssel geben. Die Hefe zuvor im Wasser auflösen. Den Teig bei auf niedriger Stufe 6 Min (15 in der Ankarsrum) kneten und das Salz dazu geben. Weitere 3-4 (Anka 9-12) Minuten kneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. In eine gefettete Teigschüssel geben und ein paar mal dehnen und falten. Nun den Teig für 1 1/2 Stunden warm bei ca. 22° gehen lassen und dann für 12-16 Stunden im Kühlschrank parken.
Am nächsten Tag den Teig in 4 Teile aufteilen, vorsichtig langziehen und zu Zylindern aufrollen. Einmal mit etwas Wasser oder Hafermilch einreiben und nebeneinander in die Form geben. Das Toast nun bei ca. 22° für gute 2-3 Stunden gut abgedeckt gehen lassen. Das Toast sollte sich in der Zeit gut verdoppelt haben. Während das Toast geht, heizt Ihr den Teig mit Backstahl/Pizzastein auf 230° vor.
Bevor Ihr das Toast mit kräftigem Schwaden in Ofen gebt, streicht Ihr es noch einmal mit etwas Hafermilch oder der veganen Sahne ein. Dann backt Ihr es für 30 Minuten bei 190° mit Dampf. Nach den 30 Minuten, könnt Ihr den Ofen öffnen und das Toast mit etwas Alufolie bedeckt für 15-20 Minuten fertig backen, bis es eine Kerntemperatur von ungefähr 95° hat.
Nun seit Ihr aber bestimmt gespannt, welche weiteren Toast-Rezepte Ihr hier noch so findet. Am beliebtesten bei den Kindern ist das super softe Buttertoast mit süßem Sauerteig, aber auch das leckere Toastbrot Rezept mit wenig Hefe und das einfache Kefir-Weizentoast, ebenfalls mit wenig Hefe kommen hier gut an. Und dann wäre da noch das Leckeres Weizen-Dinkel Toast
Zeitpläne zum Backen
Und nun habe ich noch zwei Zeitpläne für Euch. Sie sollen als Richtlinie gelten. Bitte haltet Euch nicht streng an den Plan, sondern achtet selber auf den Teig.
Wenn die Verdoppelung des Toasts länger dauert, gebt ihm z.B. die Zeit.
Zeitplan 1 – Original Zeitplan – Dauer 26 1/2 Stunden
- Morgens gegen 8:00 Uhr: Beide Vorteige machen (ca. 15 Minuten Arbeit)
- 16:00 Uhr Hauptteig kneten (ca. 20 Minuten)
- bis 18 Uhr Teig gehen lassen, in der ersten Stunde 3x dehnen und falten und dann in Kühlschrank stellen (ca. 10 Minuten)
- 6:00 Uhr Teig aus dem Kühlschrank nehmen und das Toastbrot formen (ca. 10 Minuten)
- 8:00 Uhr Ofen vorheizen
- 8:30 Uhr Brot wie beschrieben backen (ca. 50 Min)
- 10:30 Uhr spätes Frühstück
Zeitplan 2 – Morgens muss es schnell gehen – Dauer 35 Stunden
- Abends gegen 22:00 Uhr: Beide Vorteige machen (ca. 15 Minuten Arbeit)
- 6:00 Uhr Hauptteig kneten (ca. 20 Minuten)
- bis 8:00 Uhr Teig gehen lassen, in der ersten Stunde 3x dehnen und falten. Danach in Kühlschrank (ca 10 Minuten)
- 22:00 Uhr Toastbrot formen (ca. 10 Minuten)
- 23:30 Uhr Toast im Kühlschrank parken
- 7 Uhr Ofen vorheizen
- 7:30 Uhr Brot wie beschrieben backen (ca. 50 Min)
- 9:00 Uhr Frühstück
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Oh, bei an den Kindern getestet habe ich ja erstmal gezuckt, scheint aber ok gewesen zu sein 😉
LG Ilka
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Sieht gut aus! Ist denn Hefe vegan? Ich habe bei diesem Thema keinen Plan.
Hallo Zorra,
Ja absolut. Hefe ist ein Pilz und damit vegan.
Gruß Volker
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Hallo👌bin auf das tolle toastbrot Rezept gestoßen- hab nicht ganz verstanden wie ich den Toast zu Zylindern aufrollen soll?!
Bzw. Wirds eh nur 1 Toastbrot?!
Danke im Vorraus👌
Hallo Monika,
das Aufrollen ist eine Form, wie gleichmäßig Spannung in den Teig kommt. Beim Toastbrot möchte man eine gleichmäßige Poorung und ein Brot haben, was eine gleichmäßige Form hat. Dafür hat sich die Technik durchgesetzt. Es gibt auch Rezepte, in dem der Teig in 8-10 Kugeln aufgeteilt wird, die nebeneinander in die Form gesetzt werden.
Das sieht von oben etwas anders aus, aber erfüllt den gleichen Zweck.
Gruß Volker