Stoofvlees mit belgischen Pommes

Stoofvlees – Belgisches Bier-Gulasch mit Pommes

Mit welchen Worten ich meinen Mann heute Abend begrüße, wenn er von einem langen Arbeitstag nach Hause kommt? „Wir sollten Gulasch nie wieder anders zubereiten!!!“ Dazu weit aufgerissene Augen, um meine Aussage noch zu bekräftigen. Danach sag ich ihm vielleicht auch noch Hallo….

Boah! Ganz große Stoofvlees-Liebe. Meine Güte, ist das lecker! Ich mag Schmorgerichte wirklich gerne. Anbraten, würzen, halbe Flasche Rotwein drauf, paar Stunden in Ofen, Zack, Fertig! Und weil´s so einfach und lecker ist, habe ich mich noch nie nach anderen Rezepten umgeschaut. Da die kulinarische Weltreise im November nach Belgien geht, bin ich jedoch auf dieses gestoßen. Genau das richtige bei dem Wetter da draußen. Dazu gibt es nicht, wie gewohnt, Salzkartoffeln. Nein, natürlich gibt es Pommes! Dicke belgische Pommes. Innen saftig, außen knusprig.  Feine Sache!

Und so wird´s gemacht:

Zutaten Stoofvlees

  • 1,2KG Rindergulasch aus dem Nacken
  • 2 Schalotten
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 2 Flaschen 0,33l dunkles belgisches Klosterbier
  • 2 TL Rohrzucker
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Nelke, ganz
  • 3 Pimentkörner
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Scheiben Graubrot, mit Senf bestrichen
  • ein Schuss Balsamico
  • Salz, Pfeffer

Zuerst werden die Zwiebeln in einem großen Bräter glasig angedünstet. Dann kommt das Fleisch dazu und wird kurz aber kräftig angebraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und dem Bier ablöschen. Gehackten Knoblauch in den Topf, sowie die zuvor in einen Teefilter gefüllten Gewürze (Nelke, Piment, Lorbeerblätter). Nun für ca. 2 Stunden bei geringer Hitze köcheln lassen. Die Brotscheiben (ich hatte das Glück, selbstgebackenes Graubrot vom Vortag Zuhause zu haben) mit der Senfseite auf das Fleisch geben und 30 Minuten weiter kochen lassen, gut umrühren und nun ohne Deckel weiter köcheln. Am Schluss sollte nichts mehr vom Brot zu sehen sein, die Soße reduziert und wie gebunden sein (das erledigt das Brot). Mit Zucker, Essig, Salz und Pfeffer abschmecken und fertig. Dazu haben wir ganz traditionell Pommes gemacht.

Zutaten Pommes

  • Festkochende Kartoffeln
  • Rindertalg
  • Salz

Das wichtigste bei belgischen Pommes ist der Rindertalg und die zwei Durchgänge beim frittieren. Das funktioniert nur, wenn die Pommes schön dick geschnitten sind. Also kauft am besten große Kartoffeln, um diese dann in 1cm breite Scheiben und danach in wieder 1cm dicke Stifte zu schneiden. Diese ca. 10 Minuten in kaltes Wasser legen, um etwas Stärke auszuspülen. Da wir keine Fritteuse haben, musste ein Topf herhalten. Mit einem guten Lebensmittelthermometer gelingt das aber ganz gut. In der ersten Runde werden die Kartoffelstifte bei ca. 140°C gar frittiert. Das dauert ca. 5-7 Minuten. Dann holt man sie aus dem Fett und lässt sie abkühlen. Nun erhitzt man das Fett auf ca. 180°C und frittiert die Pommes ein zweites Mal. Nach ca. 10 Minuten waren sie schön knusprig von außen und saftig von innen.

Und nun frage ich mich, warum wir noch nie auf die Idee gekommen sind, Pommes mit Gulasch zu essen.

Aufgrund der Dicke bleiben diese nämlich lange richtig schön knusprig und weichen auch unter dem Gulasch nicht durch. Eine wirklich leckere Kombination, die es hier nun sicher öfter geben wird.

Zum Nachtisch hätte ich gern noch eine belgische Waffel gegessen. Aber die muss bis heute Nachmittag warten. Ich nasch lieber noch ein bisschen am Gulasch.

6 Kommentare

  1. Da würde ich auch gerne eine Gabel probieren, oder auch zwei 😉

  2. Davon hätte ich gerne einen Teller *nomnomnom*
    lG
    Christina

  3. Das sieht wahrlich verlockend aus.
    Das werde ich bestimmt zeitnah nachkochen.
    Vielen Dank für das Rezept.
    Gourmandise

  4. Pingback: Überbackene Chicorée - kuechenlatein.com

  5. Pingback: Hallo Nachbarn – auf nach Belgien – volkermampft

  6. Boah, das klingt nicht nur superlecker, das sieht auch köstlich aus!
    Ich habe gerade den Impuls, ins Display meines Smartphones zu greifen (Das muss doch irgendwie gehen!!!!!), um mir so einen Teller voll Stoofvlees zu mopsen. *sabber*

    LG Britta

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