Lavas - dünne türkische Fladenbrote als Beilage zum Grillen

Lavas – dünne türkische Fladenbrote als Beilage zum Grillen

Heute gibt es Mal wieder ein tolles Fladenbrot. Das türkische Lavas, ist sogar Weltkulturerbe und passt perfekt als Beilage für den Sommer. Wer den richtigen Grill hat, kann sie auch wunderbar direkt auf dem Grill zubereiten.

Das Rezept ist ein weiterer Gastbeitrag von AnKe. Ihren tollen Selbstmachten Mozzarella durftet Ihr ja schon letztes Jahr kennenlernen und alle Facebook Nutzer finden auf Ihrer Seite “Kraut&Brot – natur- und backverrückt” noch viele weitere Rezepte. Sie ist außerdem eine unserer Admins in der tollen Backgruppe Passion BROT backen ♥️ Leidenschaft für Brot, Brötchen und Kleingebäck.

Aber nun kommt Ihr Rezept:

Lavash, Lavasch, Lawasch oder Lavaş – dünne Fladenbrote

Lavaş, die “Mutter aller Brote” ist ein sehr dünnes Fladenbrot, das u. a. in der Türkei, wo ich es vor vielen Jahren genießen durfte, sehr beliebt ist und das in seiner ursprünglichsten Form nur aus Mehl, Wasser und Salz bestand.
So wurden schon vor Jahrtausenden Teigfladen in unterschiedlicher Größe auf heißen Steinen gebacken, die dann je nach Region Lavash, Lavasch, Lawasch oder Lavaş hießen.

Verzehrt wird das Lavaş nämlich neben der Türkei noch in vielen weiteren Ländern, wie z. B. in Armenien, wo es 2014 zum UNESCO-Weltkultur-Erbe ernannt wurde, in Aserbaidschan, in Georgien, im Iran & Irak sowie in Syrien.

Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Abwandlungen, sowohl was die Zutaten als auch die Art der Zubereitung angeht. So kann Lavaş auch in der Pfanne gebraten werden, hat dann die Form von Tortillas/Wraps und wird z. B. für Dürüm verwendet.

Ich möchte euch hier das Lavaş vorstellen, wie ich es in der Türkei kennen- und lieben gelernt habe … nämlich so, wie es meist in heimischen Lokalen noch ofenwarm und ganz urig auf einem Holzbrett angerichtet als bis zu 1m langes Beilagen-Brot gereicht wird.

Mein Rezept erhebt keinerlei Anspruch darauf, originalgetreu zu sein – vielmehr habe ich (mit ein paar Experimenten) die für mich meinen Erinnerungen an dieses Brot am nächste kommende Version gebacken – und wir lieben diese 🥰😋.

Durch den Vorteig und die optionale kalte Gare bekommt der Teig ein wunderbares Aroma und lässt sich herrlich zeitlich flexibel verarbeiten.

Natürlich bleiben bei solch Experimentierereien gerne mal Reste übrig. Diese haben wir am nächsten Tag verwertet, indem, wir sie mit ganz fein gewürfelten Tomaten, gemischt mit Knoblauch-Öl, Basilikum, Salz & Pfeffer und geriebenem Käse belegt und bei 180°C gebacken haben, bis der Käse geschmolzen war … besser geht Resteverwertung nicht 🤤.

Rezept Lavaş-Ekmek für 9-10 Stück

Zutaten Vorteig

  • 100g Mehl
  • 100g Milch
  • 1g Hefe, frisch, Bio

Alle Zutaten mischen und bei 26-28°C reifen/verdoppeln lassen, anschließend ggf. bis zum Gebrauch im Kühlschrank lagern

Zutaten Hauptteig

  • Vorteig
  • 600g Weizen 550/Dinkel 630
  • 180g Wasser, warm
  • 75g Milch, zimmerwarm
  • 35g Öl
  • 25g Joghurt, 10%
  • 20g Zucker
  • 16g Salz
  • 7g Hefe, frisch, Bio

Alles außer Salz und Öl zu einem geschmeidig-bindigen, relativ festen Teig verkneten und nach und nach das Öl sowie am Ende das Salz einarbeiten.

Den Teig in eine geölte Teigwanne geben und bei RT (ca. 21°C) bis zur Verdoppelung reifen lassen. Verarbeitet man den Teig, so wie ich, nicht direkt weiter, bei knapper Verdoppelung in den 3-4°C kalten Kühlschrank stellen.

Auf bemehlter Arbeitsfläche 9-10 Teigstücke á 110-130g abstechen, locker rund schleifen und 1-1,5h abgedeckt bei RT ruhen lassen.

Den Ofen rechtzeitig mit Backstahl auf 250 °C vorheizen.

Nach der Teigruhe die Ballen dünn auf die gewünschte Größe ausrollen, sodass man sie entweder einzeln oder jeweils 2 zusammen ausbackt.

Auf einen vorbereiteten Schieber setzen, die Oberfläche hauchdünn mit Öl einpinseln, mit Sesam und Schwarzkümmel bestreuen und direkt einschießen.

Man kann nun direkt mit dem Ausrollen fortfahren, sollte aber den Ofen im Blick behalten, denn recht viel länger als 4-5 min. braucht es hier nicht.

Die gebackenen Brote auf einem Gitterrost übereinanderstapeln und mit einem sauberen Tuch abdecken, bis alle fertig sind und direkt, noch ofenwarm servieren.

Dazu passt u. a. wunderbar ein typisch türkischer, herrlich sommerfrischer Tomaten-Gurken-Paprika-Salat – der Çoban Salatası der die nächsten Tage hier im Blog zu finden ist.

mutlu pişirme❣️ ve afıyet olsun 🙂

Das Brot hat AnKe für die kulinarische Weltreise diesen Monat gebacken. Wir suchen ja gerade die besten Brote und Brötchen aus aller Welt und da sollte das Fladenbrot natürlich nicht fehlen.

Weitere tolle Fladenbrote aus aller Welt sind z.b. das No Knead Pide – kleine türkische Fladenbrote ohne kneten, Kokos Fladenbrot mit Zwiebeln und Chili – Pol Roti – der Klassiker aus Sri Lanka, ca oder das Lachuch – Jemenitische Pfannenbrote nach Kitchen Impossible.

Dazu haben natürlich noch viele weitere Blogger tolle Rezepte für Euch. Bis jetzt dabei sind:

Carina von Coffee2Stay mit Le faraoa coco: Tahitianisches Kokosbrot
Wilma von Pane-Bistecca mit Lambert’s geworfene Broetchen – Broetchen aus Amerika
Liane von DieReiseEule mit Dinkel-Kräuter-Brötchen zum Grillen
Cornelia von SilverTravellers mit BANANENBROT Rezept à la Amerika
Rene von Brooot.de mit Panini All’Olio
Britta von Brittas Kochbuch mit Ciabatta mit Lievito Madre aus Italien
Carina von Coffee2Stay mit Blumiges Brot: Muttertags-Focaccia
Marta von Marta Ullmann mit Moña gallega (pan gallego) mit Dinkel
Susanne von magentratzerl mit Ro Jai Mao – Chinesische Brötchen mit geschmortem Lamm

Die Liste wird im Laufe des Monats noch erweitert.

Pintererst - Lavas - dünne türkische Fladenbrote als Beilage zum Grillen

2 Comments

  1. Faldenbrot geht immer – und das sieht hervorragend aus!

  2. Pingback: Çoban Salatası – Türkischer Hirtensalat mit Giersch statt Petersilie

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