Zitronen-Streuselkuchen mit leckerem Hefeteig

Zitronen-Streuselkuchen mit leckerem Hefeteig

Heute gibt es mal wieder einen tollen Kuchen. Der Streuselkuchen wird mit einer leckeren Zitronencreme veredelt und der Hefeteig wird mit viel Butter besonders lecker. Alleine der Duft nach Zitrone, der nach dem Backen durch die Küche zieht lohnt sich.

Das Rezept habe ich im Rahmen des Synchronbackens von Zorra gebacken. Als Basis haben wir das Rezept von Jeanny von Zucker, Zimt und Liebe genommen. Eine tolle Grundlage, bei der ich nur wenig angepasst habe.

Dass beim Synchronbacken mit Übernachtgare gearbeitet wird, kam meiner Art zu backen natürlich gelegen, denn das Rezept verwendet mir im Original eher deutlich zu viel Hefe. Für alle, die einfach nur schnell backen wollen, empfehle ich die Hefe einfach zu halbieren.

Ansonsten ist die Idee großartig. Eine zitronige Crème fraîche Schicht und dann noch Zitronenstreusel. Das hat uns so gut gefallen, dass ich den Kuchen gleich zweimal gebacken habe. Denn die erste Runde war ein völliger Reinfall. Meine Hefe war kaputt, uns der Teig ist nicht aufgegangen. Also so überhaupt nicht.

Was für eine Katastrophe! Ich war durchaus recht genervt, aber Tina fand den Glitsch trotzdem ganz lecker. Na gut, wenn unser Kuchenprofi das sagt, dann mache ich ihn einfach gleich nochmal richtig. Montag also nochmal einkaufen gewesen und neue Hefe gekauft.

Dann konnte ich mich ja an den Teig machen. Wichtig ist, dass Ihr beim Teig auf Euer Gefühl achtet und nicht stur nach Zeiten geht. Der Teig ist sehr schwer und hat viel Butter im Teig. Dadurch geht es über Nacht im Kühlschrank nicht sonderlich auf, wenn er nicht gut angesprungen ist. Man sollte auf jeden Fall schon etwas Bewegung erkennen.

Dass ich Gelbweizenmehl verwende, muss Euch nicht stören. Ihr könnt auch einfach ein normales 550er (Bio-)Weizenmehl nehmen. Ansonsten habe ich mehr Flüssigkeit und vor allem mehr Salz verwendet. Insgesamt ist der Teig kein klassischer Hefeteig, sondern kann (mit 1-2 Eigelb mehr) auch super als Brioche oder Krapfenteig verwendet werden. Wie ich finde, durchaus eine gute Idee.

Zutaten Buttriger Hefeteig

  • 500gr Gelbweizenmehl hell (oder 550er-Weizenmehl)
  • 75gr Zucker
  • 280gr Milch (ggf. 30gr Milch zurückhalten, und später einkneten)
  • 5gr Hefe
  • 1 Ei
  • 100gr Butter
  • 10gr Salz


Zunächst alle Zutaten außer der Butter und das Salz vermischen und für 30min quellen lassen. Wenn Ihr nicht sicher seid, wie backstark Euer Mehl ist, lasst Ihr erstmal 30gr Milch zurück. Die knetet Ihr vor der Butter in den Teig, wenn Ihr das Gefühl habt, der Teig ist ohne die zusätzliche Milch zu trocken.

Nach dem Quellen, das Salz dazu geben und für gut 6 (Ankasrum 20) Minuten kneten, bis ein stabiler Teig entsteht. Nun die Butter Stückchen Weise einkneten. Das dauert ca. weitere 6-8 (Anka 20-25) Minuten.

Der Teig sollte jetzt geschmeidig, und ein erfolgreicher Fenstertest möglich, sein.

Den Teig nun für ca. 2 Stunden warm gehen lassen, bevor er in Kühlschrank kommt. Das dauert bei mir so lange, da die Zutaten (Milch, Butter, Ei) bei mir kalt zum Einsatz kommen. Der Teig sollte anfangen, aufzugehen. 20-30% sind völlig genug, aber man sollte was sehen.

Im Anschluss den Teig für mindestens 12 Stunden im Kühlschrank parken. Am nächsten Morgen den Teig dann für eine gute halbe Stunde anspringen lassen. Durch die Butter im Teig ist der Teig sonst zu fest und kann nicht gut verarbeitet werden.

Danach den Teig auf ein Backblech verteilen. Ich habe eine Dauerbackfolie verwendet, damit ich den Teig später einfach auf ein Rost ziehen konnte. Es geht aber auch mit Blech. Normales Backpapier ist nicht geeignet, da Ihr den Teig darauf nicht gleichmäßig verteilt bekommt. Den Teig dann für gute 2 Stunden warm gehen lassen. Der Teig sollte sich in der Zeit gut verdoppelt haben.

Während er geht, kümmert Ihr Euch um die Creme und die Streusel. Dabei fangt Ihr zunächst mit den Streuseln an, da die noch in Kühlschrank müssen.

Ich habe etwas mehr Streusel als im Original gemacht, da der Bleichkuchen die gut vertragen kann.

Zutaten Zitronenstreusel

  • 350gr Gelbweizenmehl hell (oder 550er-Weizenmehl)
  • 250gr Butter
  • 175gr Zucker
  • Abrieb von 2- 2 1/2 Zitronen (ca 10-12gr)

Kalte Butter in kleine Stücke schneiden, bei weicher Butter ist das nicht nötig. Dann alle Zutaten mischen und solange kneten, bis Ihr eine Kugel formen könnt. Diese bis der Teig bereit ist zum Backen im Kühlschrank parken.

Dann macht ihr euch an die Creme. Auch da habe ich etwas mehr gemacht, Tina meint sogar, dass es noch mehr sein könnte.

Zutaten Zitronencreme

  • 300gr Crème fraîche
  • 50gr Zucker
  • 25gr Zitronensaft
  • Abrieb einer halben Zitrone


Alles gut vermischen und stehen lassen, bis der Teig bereit zum Backen ist. Wenn sich der Teig gut verdoppelt hat, heißt Ihr den Ofen auf 220° vor.

In der Zeit verteilt Ihr die Creme und die Streusel gleichmäßig über den Kuchen.

Ich zerkleinere die Streuselkugel gerne erst in einer Schüssel, so bekomme ich sie gleichmäßig hin und verhindere, dass große Brocken auf die Creme fallen. Wer die Riesen-Streusel auf dem Kuchen haben möchte, macht am besten noch etwas mehr Streusel Teig.

Wenn der Ofen vorgeheizt ist, den Kuchen auf ein Gitter ziehen (mit Backfolie) oder direkt auf dem Blech backen. Den Ofen direkt auf 190° runterstellen und für ca. 30 Minuten (mit Blech eher 35-40) backen. Der Teig sollte eine Kerntemperatur von 95° haben.

Kurz abkühlen lassen, und das erste Stück dann am besten noch warm probieren :).

Ich bin ja ein großer Fan von Hefeteigen, wobei ich meistens eher auf meinen süßen Starter oder andere natürliche Hefen setze. Wobei sich alle Rezepte im Blog natürlich auch mit “normaler” Hefe backen lassen. Wie das geht, findet habe ich Euch bei den Rhabarber-Streusel-Schnecken mit Pudding – Rezept mit Hefe, Hefewasser o. süßem Starter einmal aufgeschrieben. Lecker sind auch Knieküchle – Fränkische “Auszogne” Krapfen, der Zwetschgenkuchen mit Streuseln – so wird er richtig gut und der ganz klassische Hefeteig meiner Frau als leckerer Kirschstreusel-Kuchen – der schnelle Hefeteig für jeden Tag.

Aber kommen wir zurück zum Zitronen-Streuselkuchen. Nun bin ich doch gespannt, was die anderen so schönes aus dem Rezept gezaubert haben. Schaut auch mal rein.

zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Birgit M. von Backen mit Leidenschaft
Britta von Brittas Kochbuch
Britta von Backmaedchen 1967
Conny von Mein wunderbares Chaos
Désirée von Momentgenuss
Eva von evchenkocht
Geri von Lecker mit Geri
Ilka von Was machst du eigentlich so?!
Johanna von Dinkelliebe | Backblog Foodblog Genussblog
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Laura von Aus Lauras Küche
Martha von Bunte Küchenabenteuer
Nadja von little kitchen and more
Simone von zimtkringel
Suse von Ich lebe! Jetzt!
Tanja von Tanja’s Süß & Herzhaft
Tina von Küchenmomente

Pintererst - Zitronen-Streuselkuchen mit leckerem Hefeteig

18 Comments

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  5. Schade, dass bei deinem ersten Versuch die Hefe nicht so mitgemacht hat. Aber dafür sieht dein zweiter Kuchen umso toller aus. Direkt zum Anbeißen.
    LG Martha

  6. Ach wie ärgerlich. Ich hätte allerdings ziemlich viel darauf verwettet, dass du mit süßem Sauerteig oder LM arbeitest. Deine zweite Version sieht aber auch richtig richtig gut aus.
    Liebe Grüße

  7. Der zweite Anlauf hat sich definitiv gelohnt. Dein Kuchen sieht fantastisch aus. Danke fürs Mitbacken!

  8. Ah, so eine Pleite… das ist ja immer beim Synchronbacken mein größter Horror, dass etwas so völlig in die Buchse geht.
    Der zweite Versuch sieht aber tatsächlich super aus. Ich wäre vermutlich zu enttäuscht über mein vermeintliches Unvermögen, noch einen Versuch zu wagen.

    Liebe Grüße
    Britta

  9. Dein Kuchen sieht mega luftig aus, und deine Fotos sind so toll, da glaubt man, der Frühling ist schon da. Liebe Grüss Birgit

  10. Hallo Volker,
    dein 2. Versuch sieht echt lecker aus! Wie du oben geschrieben hast, sollte man bei Hefeteigen tatsächlich nicht nach vorgegebenen Gehzeiten sondern nach dem Gefühl gehen.
    Denn ja nach Raumtemperatur variiert das gerne.
    Viele Grüße,
    Désirée

  11. Dein zweiter Versuch ist toll geworden. Liebe Grüsse Nadja

  12. Pingback: Synchronbacken: Zitronenstreuselkuchen - Yvonne kocht

  13. Also dein zweiter Versuch kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Wie sagt man so schön Pleiten, Pech und Pannen können einfach passieren. Wie gut das man dann immer noch die Chance hat das ganz noch einmal zu Starten. Dein Ergebnis spricht für sich, ich würde sofort zugreifen.
    Liebe Grüße
    Britta

  14. Toll, dass Du einen zweite Versuch gewagt hast! Der hat sich aber auch wirklich gelohnt, der Kuchen sieht herrlich aus. Mehr Streusel? Du Fuchs! Das hätte mir einfallen sollen.
    Herzlichst, Conny

  15. Pingback: Streuselkuchen mit Zitrone - Aus Lauras Küche

  16. Hey Volker,
    da hat sich der Aufwand des 2. Versuchs aber definitiv gelohnt! Dein Streuselkuchen sieht wirklich hervorragend aus!
    Liebe Grüße
    Tina

  17. Pingback: Zitronen-Streuselkuchen - Küchenmomente

  18. Hi Volker, Zitronenstreusel II sieht dafür super aus!
    Liebe Grüße
    Simone

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