Diese tolle Variante des Linseneintopfs bringt euch beim Essen direkt nach Andalusien. Mit Chorizo und Speck ist er perfekt für die hoffentlich letzten kalten Tage dieses Winters.
Im Februar hat die kulinarische Weltreise wieder ein Sonderthema. Wir wollen zeigen, welche tollen Möglichkeiten es bei der für mich entspanntesten Art des Kochens gibt: Eintöpfe aus aller Welt. Einfach alle Zutaten nacheinander in einen Topf werfen, köcheln lassen und auffüllen. Ab und zu umrühren und am Ende noch einmal abschmecken. Das ist wirklich eine tolle Art zu kochen, und meistens reicht es auch noch für mehrere Tage, wenn man einfach die doppelte Menge zubereitet.
Auf der Suche nach Ideen habe ich mich am Wochenende durch die Kochbücher in der Buchhandlung geblättert und dabei das Kochbuch „Die Küche von Andalusien” von María José Sevilla* entdeckt. Es hat nicht für eine vollständige Rezension gereicht, aber es hat ausgereicht, um diesen Linsentopf zu entdecken, der auch direkt erste Wahl bei Tina war.
Rezept füt Potaje de lentejas – Spanischer Linseneintopf aus Andalusien
Beim Rezept habe ich mich, soweit meine Erinnerung reicht, nah an das Buch gehalten, wobei ich etwas mehr Chorizo und auch Kartoffeln hinzugefügt habe.
Im Netz gibt es auch vegetarische Varianten, die häufig mehr Gemüse enthalten, aber die schauen wir uns beim nächsten mal an.
Zutaten Potaje de lentejas - Spanischer Linsentopf
- 50 g Speck
- 4 kleine Chorizos (je ca. 50 g)
- 1 kleine Zwiebel
- 300 g Pardina-Linsen
- 200 g Kartoffeln, gewürfelt
- 200 g Möhren, in Scheiben
- 1 l Gemüsebrühe (2 × 500 ml)
- 2 Lorbeerblätter
- 2 Knoblauchzehen
- Etwas Kreuzkümmel
- 1 TL Geräucherte Paprika
- Salz, Pfeffer
Den Speck kleinschneiden und zusammen mit der längs halbierten Chorizo anbraten, bis beides gut Farbe angenommen hat. In der Zwischenzeit die Zwiebel kleinschneiden und zur Chorizo geben. Alles zusammen kräftig anbraten und dann die Linsen dazugeben und ebenfalls kurz anrösten. Mit 500 ml Gemüsebrühe ablöschen und die Gewürze hinzufügen. Den Knoblauch kleinschneiden oder mit einer Knoblauchpresse zum Essen geben. Kurz köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Kartoffeln und Möhren schälen, in kleine Stücke schneiden und zu den Linsen geben. Weitere 500 ml Brühe dazugeben, den Topf schließen und so lange kochen lassen, bis Linsen und Gemüse gar sind. In der Zwischenzeit den Topf zugedeckt stehen lassen.
Je nach Linsensorte müsst ihr sie ggf. vorher einweichen. Ich bin da kein großer Experte, da wir meistens Sorten verwenden, bei denen das nicht nötig ist. Ich habe hier eine kleine Abhandlung zur Zubereitung von Linsen auf Spanisch gefunden. Schaut einfach mal rein, man findet viele schöne Rezepte und auch zu anderem Themen ausführlichere Texte.
Aber weiter zum Rezept: Im Kochbuch wird noch ein kleines Topping namens Sofrito auf den Eintopf gegeben.
Zutaten Sofrito
- 2 El Olivenöl,
- 2 große Knoblauchzehen
- 1 EL scharfes geräuchertes Paprikapulver
Das Olivenöl in der Pfanne erhitzen und den kleingehackten Knoblauchg darin rösten. Herd ausstellen und das Paprikapulver direkt in der heiße Öl geben. So wird es noch leicht geröstet aber nicht bitter.
Persönliche haben wir das nicht gebraucht und ich würde beim nächsten Mal einfach einen halben Esslöffel Paprikapulver und eine Knoblauchzehe mehr direkt in den Eintopf geben.
Der Linseneintopf ist wirklich perfektes Comfort Food und ich kann Euch nur empfehlen, ihn einmal zu probieren.
Und wenn Ihr auch so wie wir auf Hülsenfrüchte steht, empfehle ich Euch auch mal den spanischer Bohneneintopf mit Chorizo – Fabada Asturiana oder den Lauwarmer Kichererbsen-Salat mit Serrano-Schinken .
Für alle Linsenfans die auch mal außerhalb Spaniens schauen möchten, empfehle ich den Misir Wot – scharfer äthiopischer Linsen-Eintopf, das Dal Bhat – nepalesisches Linsen-Gemüse mit Reis oder das Mujaddara, eine libanesische Reis-Linsen-Pfanne mit Zwiebeln.

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Lieber Volker, dein Linseneintopf sieht lecker aus und schmeckt sicher auch so. Viele Grüße, Regina
Das heißt, du hast das Buch durchgeblättert, dir das Rezept gemerkt und dann zu Hause aus der Erinnerung nachgekocht? Wenn ich das richtig verstanden habe, Hut ab!
Dass finde ich ja das Tolle am Kochen, dass es nicht so schlimm ist, wenn man von einer Zutat mehr und von einer anderen weniger nimmt, schmeckt trotzdem gut.
Hallo Jenny, yeap genau so 🙂 und da bin ich bei Dir, ich muss immer irgendwas abwandeln, aber beim Kochen ist das einfacher als beim backen.
LG Volker
Dein Linsentopf lacht mich sehr an! Ich esse kaum mehr Wurst, aber hier ist sie total stimmig und gehört dazu, gefällt mir!! lg
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Linsen und Chorizo sind eine tolle Kombination – den Eintopf merke ich mir vor.
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Mit Linsen kriegst du mich immer 🙂 Und so schön deftig – das muss ja schmecken!
Das klingt aber lecker.
Muss ich mir unbedingt merken!
Liebe Grüße
Britta