Sachertorte – der erste Versuch

Ja ja, natürlich weiß ich, dass auf eine Sachertorte keine Pistazien gehören… WEIß ICH!! Und ja, ich gebe zu, so meinen Fehler vertuschen zu wollen. Jeder echte Foodblogger hätte das Ganze nochmal gebacken und wunderschöne Fotos gemacht. Ich gehöre ja aber nicht zur professionellen Sorte und beginne sofort mit den Fehlern, die bei einer Sachertorte passieren können. Ist doch auch viel ehrlicher, oder?!

Mein Fehler: Gier! Was ich nicht wusste ist, dass die Sachertorte nach dem Fertigstellen, mindestens 24 Stunden durch ziehen muss. Hab se natürlich sofort angeschnitten… Schon beim Versuch sie vom Kuchengitter auf den Tortenteller zu heben, entstand ein Riss in ihrer perfekten Hülle. Daher die Pistazien… Ansonsten ist sie aber sehr lecker geworden und wurde sogar von Tag zu Tag besser. Also meine Lieben: Geduld ist das Zauberwort und gibt es, wenn es um Kuchen geht, in meinem Wortschatz eigentlich nicht.
Ach ja, es empfiehlt sich auch nicht, während der Teigproduktion, mit der Nachbarin zu schnattern. Da vergisst man schnell mal den Zucker. Nur so nebenbei….

Ich spare mir die Geschichte der Sachertorte (ist ja hier kein Lexikon) und zeige euch das Rezept. Los geht´s!

Zutaten Teig

  • 140 gr weiche Butter
  • 110g Puderzucker
  • Mark einer halben Vanilleschote
  • 6 Eier
  • 130 gr dunkle Kovertüre
  • 110 gr Zucker
  • 140 gr Mehl
  • 200g Aprikosenmarmelade
  • 1 Prise Salz

Zutaten Glasur

  • 200 gr Zucker
  • 140 ml Wasser
  • 150 gr dunkle Kovertüre

Zuerst schmelzt die Schokolade über dem Wasserbad und trennt die Eier. Dann rührt die Butter mit dem Puderzucker und Vanillemark cremig. Nun nach und nach die 6 Eigelbe untermixen, sowie die geschmolzene abgekühlte Schokolade und dick schaumig aufschlagen. Jetzt das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und den Zucker einrieseln lassen. Wenn diese Masse fest und glänzend ist, auf den Schokoladenteig geben. Mehl darüber sieben und mit einem Kochlöffel vorsichtig, aber gleichmäßig, unterheben.

Die Springform (24cm) mit Backpapier auslegen und den Rand mit Butter bestreichen. Nun kann der Teig eingefüllt und im vorgeheizten Backofen bei 170°C ca. 60 Minuten gebacken werden. Macht wie immer die Stäbchenprobe.

Den Kuchen aus dem Ofen holen, 10 Minuten abkühlen lassen, den Ring lösen und umgedreht auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, um ihn zu „ebnen“. Auch hier gebe ich zu, hat bei mir nicht so geklappt. Hab die Wölbung einfach abgeschnitten. Aber laut Sacherkochbuch macht man das so, wie beschrieben.

Sobald der Kuchen komplett ausgekühlt ist, kann man ihn waagerecht teilen und mit der leicht erwärmten Marmelade bestreichen (beide Tortenböden und die Seiten).
Für die Glasur einfach das Wasser mit dem Zucker ca. 5 Minuten aufkochen und abkühlen lassen. Wenn das Zuckerwasser lippenwarm ist, die gehackte Schokolade einrühren. Sobald diese sich komplett aufgelöst hat, in einem Schwung über die Torte gießen. Am besten legt ihr euch ein Backpapier unter das Kuchengitter. Kleine Sauerei… Das auf dem Bild ist das zweite Backpapier.

Ihr wisst was nun kommt: Geduld! So ca. 24 Stunden… uns hat sie am zweiten Tag am besten geschmeckt. Da war die Marmelade schön in den Teig eingezogen und dieser super saftig und auch die Glasur ist beim schneiden nicht mehr gerissen.

Ich bin gespannt, ob sich im Zuge der kulinarischen Weltreise nach Österreich noch mehr an dieser Wiener Spezialität versucht haben. Bestimmt… mit wunderhübschen Fotos und so… Aber ihr wisst ja, die inneren Werte zählen. Gell?

8 Kommentare

  1. Lieber Volker, Deine Sachertorte ist toll, man reiche mir bitte ein Stück :). Das mit der Glasur ist knifflig ich weis, mache deshalb immer eine Ganache. Die Rezepte zur Sachertorte sind unterschiedlich und ich habe bei meiner auch angeblich ein Originalrezept und da ist das mit der Ganache darinnen, das hat mir gut gefallen. Liebe Grüße und schönes Wochenende.

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  4. Meine erste und letzte Sachertorte habe ich nach dem Rezept von „Es muss nicht immer Kaviar sein“. Das Buch gibt es kaum noch zu kaufen, so lange ist das her. Und Pistazien hin oder her, sieht gut aus.

  5. Da würden wir jetzt auch gerne ein Stück essen….

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