Had Bang Po Restaurant, Koh Samuii

Top 5 der Thai-Küche – die besten Thaigerichte + das beste und das überbewerteste thailändische Streetfood

Nicht ohne Hintergedanken ist diesen Monat Thailand das Ziel der kulinarischen Weltreise.

Denn im Juni konnten wir uns in Bangkok und Koh Samui selbst ein Bild der Küche machen. Und während wir touristisch nicht so begeistert waren, konnte diese wirklich überzeugen. Und das war im Kern die Straßenküche, denn die findet man überall. An jeder Kreuzung und vor jedem Supermarkt steht ein Stand. Jede größere Fläche ist voll davon.

Einziges Problem: was soll man denn nun essen, wenn es so viel gibt? Im Netz findet man viele Beiträge über die Gerichte, die man unbedingt probieren muss. Auf der anderen Seite gibt es auch viele Dinge, die man in diesen Beiträgen nicht findet, aber unbedingt probieren will. Also Empfehlungen gegen Experimente. Schwere Entscheidung bei dem Angebot.

Hier aber mal meine 5 Lieblingsgerichte im Urlaub

Kuai Tiao – Thailändische Nudelsuppe

Ein Highlight war für mich eindeutig die Nudelsuppe zum Frühstück.

Kuai Tiao Fairhouse Villa

Während man in Vietnam die Pho eindeutig mit der Landesküche verbindet, erscheint die Nudelsuppe in (nahezu) keiner Liste der typischen Thai-Gerichte und man muss auch ganz schön lange suchen, um den Namen herauszufinden.

Allerdings bin ich selbst nach vielem suchen nicht sicher, wie die Nudelsuppe nun exakt heißt und vermute am ehesten Kuai Tiao.

Erstaunlich, da sie nicht nur an jeder Ecke serviert, sondern auch in den Hotels zum Frühstück angeboten wird.

Wie auch immer, diese tolle Suppe stellt man sich selber zusammen (Welche Nudeln, welches Fleisch etc.) und verfeinert sich diese dann zusätzlich selbst. So stehen Koriander, Frühlingszwiebeln, Chilis in Reisessig, Zucker und Chiliflocken zum nachwürzen zur Verfügung.

Suppenstand mit Sitz-Plätzen Bangkok

Gegessen habe ich sie fast täglich im Hotel auf Koh Samui, aber auch einmal in Bangkok an einem kleinen Straßenstand. Dort mit deutlich mehr Einlagen, inkl. Leber. Fast etwas zu heftig zum Frühstück, aber auch die Suppe selbst war deutlich aromatischer.

Bangkok Kuai Tiao Street Kitchen

Som Tam – thailändischer Papayasalat

Auf dem zweiten Platz landet der thailändische Papayasalat.

Papaya Salat mit Hähnchen auf Koh Samui

Lecker, frisch und mit -für mich- überraschenden Zutaten. Mit Bohnen und Tomaten und von Haus aus ohne Zwiebeln ist dieser Salat wirklich die perfekte Beilage im Sommer. Aber Achtung: schon „ein wenig scharf“ kann ziemlich scharf sein. Gibt es in Deutschland fast nie und daher mussten wir ihn lieber selber machen. Probiert mal unseren Som Tam – Thailändischer grüner Papayasalat

Massaman Curry

Überraschend landet auf dem dritten Platz das Massaman Curry

Massaman Curry Thailand

Warum überraschend? Weil ich vor meinen Urlaub das Gericht noch eher in der indischen Küche platziert hätte. Das Erdnusscurry ist ein nicht so leichtes Gericht, welches, außer Kartoffeln, ohne Gemüse auskommt. Keines welches ich an den Streetfood Ständen häufig entdeckt habe, aber eines meiner Lieblingscurrys schon vor diesem Urlaub.

Thailändisches Rührei

Frittiertes thailändisches Rührei

Wirklich lecker ist auch das thailändische Omelett, welches man an vielen Streetfood Ständen bekommt. Bei mir war es nicht wirklich ein Omelett sondern mehr frittiertes Rührei. Die Kombi mit Fischsoße und Koriander war super, und auch die scharfe Soße passt hervorragend. Zucker dürfte da sicher auch drin sein, auch wenn ich mir die Zubereitung nicht angeschaut habe.

Kokoseis

Kokoseis mit Reis und Erdnüssen

Auf jeden Fall sollte man auch ein frisches Kokoseis essen. Das Eis wird mit süßem Klebreis, Nüssen, Mais o.ä. serviert, ähnlich dem Sticky Mango Rice. Dazu gibt es dann noch ein Glas Kokoswasser. Da könnte ich mich ja reinlegen.

Wir sind extra zum Chatuchak Market gefahren und sowohl die Kinder, als auch ich waren begeistert.

Aber auch sonst hatten die Foodstände viel zu bieten. Auch hier habe ich mal eine Top Fünf der größten Überraschungen zusammen gestellt.

Auf Platz eins: Würstchen!

Ja tatsächlich, die Thailänder können gute Grillwurst machen. Mit Zitronengras, Kefirblättern und Koriander, ergänzt um die nötige schärfe. Und sie können auch Variationen. Was dort überall drin war, kann ich allerdings nicht mehr sagen. Erstaunlich gut auf jeden fall.

Lecker!

Ebenfalls überrascht hat mich das Thema BBQ im Allgemeinen.

Alles vom Grill

Da die Garküchen mobil sind, ist grillen die einfachste Zubereitungsform, die es gibt. Daher hat sich eine wirklich vielfältige BBQ Kultur an den Ständen entwickelt. Neben Würstchen, Fisch, Meeresfrüchten und Fleisch werden auch Bananen (mit und ohne Schale) oder Eier gegrillt. Klingt normal, ist aber schon spannend zu sehen, wie die Grillgeräte aussehen und transportiert werden.

Meinen dritte Überraschung: Mangos

Mango tasting Koh Samui

Eigentlich logisch, dass Mango nicht gleich Mango ist. Bis jetzt habe ich das allerdings primär auf den Reifegrad bezogen, oder Flugmango und die die es in jedem Supermarkt gibt. Das es aber ca. 180 Sorten gibt, war mir bis vor dem Urlaub nicht bewusst. Die 9 häufigsten Mangosorten in Thailand findet Ihr hier beschrieben.

Beim Besuch eines „normalen“ Supermarktes habe ich mir einfach mal 3 verschiedene Mangos in unterschiedlichen Preisklassen mitgenommen. Alle waren lecker und viel viel besser als die üblichen, die es in Deutschland zu kaufen gibt.

Wachteleier

Das Wachteleier in Thailand so beliebt sind, war meine vierte Überraschung.

Wachteleier auf Koh Samui

Gibt es auf jedem größeren Markt in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Einfach ein paar mitnehmen. Lecker!

Wachteleier in Bangkok

(fehlende) Thai Currys

Die letzte Überraschung waren für mich die Thai Currys

Currys in Bangkok Fine Dinning

Lecker! Aber ich habe eigentlich keine Currys an den Foodständen gesehen. Die Gerichte, die es da gab, waren meist einfacher. Natürlich findet man bestimmt auch Garküchen mit Currys, mich hat aber erstaunt, dass diese (anscheinend) doch eine sehr kleine Rolle spielen, während es in allen Thai-Restaurants Currys rauf und runter gibt.

Grünes Curry mit gefüllten Tintenfisch Fairhouse Villa

Neben wirklich leckeren und überraschenden Gerichten, gab es doch auch einige Dinge, die man essen kann (weil sie zu Thailand gehören), jedoch nicht muss, denn sonderlich toll waren sie für mich nicht. Auch hier meine 5 Dinge, die man nicht braucht, auch wenn Sie teilweise in den Himmel gelobt werden.

Pad Thai – braucht kein Mensch

Auf Platz 1 der überflüssigen Gerichte: Pad Thai

Pad Thai Koh Samui Version

Ui, hier werden sicher viele aufschreien. Aber ehrlich, Pad Thai ist nichts dolles. Zumindest, wo wir es gegessen haben. Es ist völlig ok zum satt werden und auch sehr preiswert. Den Hype, den aber jeder zweite Thailandbericht um dieses Gericht macht, rechtfertigt Pad Thai sicher nicht. Weder in Bangkok und noch viel weniger auf Koh Samui, wo die Nudeln einfach in süß-scharfer Soße ertränkt werden. Hey es gehört zu Thailand aber es gibt soooo viel leckere Dinge…

Pad Thai Bangkok

Khao Tom

Ebenfalls nicht mein Ding: Khao Tom

Khao Tom Reissuppe Thailand

Die Reissuppe ist für mich ebenfalls überwertet. Auch auf sie trifft „macht satt“ zu, aber mit einer leckeren und aromatischen Nudelsuppe fährt man wirklich viel besser.

Platz 3: Zuckerbrot

Zuckerbrot vom Grill - Bangkok

Zuckerbrot? Ja genau, so habe ich auch geschaut. Gibt es zum Frühstück überall zu kaufen. Gegrilltes Weißbrot mit Butter und Zucker. Keine Ahnung, warum das so beliebt ist. Vermutlich weil man es einfach unterwegs essen kann, aber wirklich lecker ist es nicht.

Insekten

Wir retten die Welt und essen Insekten! Aber nicht so.

Heuschrecken Mehlwürmer Stand Koh Samui

An dem ein oder anderen Stand findet man gegrillte Insektenspieße. Mit Soja- und/oder scharfer Soße zum knabbern. Insgesamt sehr enttäuschend, denn insbesondere bei Heuschrecken bleibt nur die „Haut“ über und die isst sich wie Garnelenschale. Einzig den Mehlwürmern konnte ich etwas abgewinnen. Wenn diese richtig gut zubereitet gewesen wären, hätte man durchaus auch mehr davon essen können.

Gebäck mit Jasmin

Muffins mit Jasmin

K1 sieht Kuchen, genauer Muffins in verschiedenen Farben. Hmm, na gut dann holen wir sie halt. Ist ja nicht so schlecht. Dachten wir, aber die Verwendung von Jasmin in Gebäck gehört schlicht verboten. Insgesamt muss man sagen, dass backen nicht wirklich eine der Stärken der Thailänder ist. Das einzig wirklich leckere, was wir gegessen haben, waren die thailändischen Pfannkuchen.

Insgesamt waren wir leider nicht so lange dort, so dass ich nur einen kleinen Teil ausprobieren konnte. So gab es bei uns keinen Sticky Mango Rice und auch Currys hätte ich viel mehr essen wollen, aber so ein Tag hat halt nur 5-6 Mahlzeiten.

Aber was meint Ihr? Was sind Eure Favoriten der Thaiküche? Was findet Ihr schrecklich und was sollte man zu mindestens einmal getestet haben?

Wir sind sehr gespannt, was die kulinarische Weltreise nach Thailand so bringt. Denn dort werden sicherlich auch noch spannende Gerichte zum Vorschein kommen. Vielleicht auch eine gute Pad Thai Version 😉

12 Comments

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  12. Danke für den tollen Beitrag. Kurze Info: die Wachteleier sind keine. Das ist Kanon Crog, eine Süßigkeit aus Kokos unf Stärke.

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