Leckeres Pflaumenmus selber gemacht

Pflaumenmus – Grüße aus dem Herbst

Moment mal…. Hier stimmt doch was nicht!
Es ist Juli, 34°C im Schatten und unsere Wohnung riecht nach Zimt und Nelken und irgendwie nach Herbst. Wo ist mein Schal…?
Nee, das passt irgendwie nicht zusammen. Kann es sein, dass ich mich bei diesem Bombenwetter, das wir nun seit Wochen haben, ein wenig nach meiner liebsten Jahreszeit sehne? Ja, vielleicht.

Tja, und was duftet hier nun durchs halbe Haus? Pflaumenmus! Seit Stunden blubbert es im großen Bräter vor sich hin und wird langsam, ganz langsam, immer weniger. Am Ende sind aus 3kg Pflaumen nur 4 Gläser Pflaumenmus entstanden. Aber es hat sich gelohnt! Bis zum Herbst reicht es ganz sicher nicht. Aber vielleicht schaffen wir es ja noch ein zweites Mal ins Alte Land zum Pflaumen pflücken zu fahren.

Das macht nämlich nicht nur den Kindern Spaß.

Dieser Sommer hat es in sich! Nach Unmengen an Kirschen, sind nun schon die Pflaumen reif, bald sicher auch die ersten Äpfel. Im Nu hat man einige Kilo Obst gepflückt und kann sich zuhause an die Arbeit machen. Bei uns wurden aus den knapp 5kg Pflaumen, ein super saftiger Quark-Mohn-Pflaumenkuchen und das besagte Pflaumenmus. Okay, so einige sind natürlich im Vorbeigehen genascht worden, aber der Großteil ist im Glas gelandet.

Und wer nun auch schon ein wenig Lust auf den Herbst bekommen hat, kriegt hier das Rezept:

Ihr braucht:

  • ca. 3kg Pflaumen
  • 500g Zucker (bei uns 400g braun und 100g weiß)
  • 5 Nelken
  • 2 TL Zimt
  • 3-4 Stunden Zeit

Die Pflaumen werden entsteint, geviertelt und mit Zucker und den Gewürzen (wer klüger ist als ich, macht die Nelken in einen Teebeutel) in einen großen Bräter gegeben. Dort habe ich sie ca. 30 Minuten kochen lassen und den Ofen auf 180°C vorgeheizt. Der Bräter kann für ca. 2 Stunden unbeachtet in den Backofen. Nach dieser Zeit, war noch so unfassbar viel Flüssigkeit im Topf, dass ich ihn ohne Deckel noch einmal auf die Herdplatte gestellt habe. Nach einer weiteren Stunde war diese um die Hälfte reduziert und wurde dicker und dicker. Nun sollte man sich nicht mehr zu weit aus der Küche entfernen und immer mal wieder umrühren. Nach knapp 4 Stunden hatte mein Pflaumenmus eine schöne dickflüssige Konsistenz (so das man “Furchen” ziehen konnte) und wurde in Gläser gefüllt. Diese habe ich wir Marmelade für 5 Minuten auf den Kopf gestellt. Nach dem Umdrehen haben sich die Deckel schön fest angesaugt.

Nun könnte ich sagen, dass ich hoffe, es hält sich ein paar Wochen. Das erste Glas ist allerdings schon leer und das zweite heute früh zum Frühstück geöffnet worden. Da muss ich mir wohl keine Sorgen machen….

Was macht ihr am liebsten aus Pflaumen? Wir fahren ganz sicher noch einmal zum Obsthof, denn wenn hier die kleinen Naschkatzen (und Volker) bemerken, dass es kein Pflaumenmus mehr gibt, bin ich geliefert.

Vielleicht versuche ich mich mal an einem Chutney, scharfer Pflaumensoße für Käse oder zur Entenbrust? Salatdressing? Portwein-Pflaumen auf Waffeln? Keine Ahnung…. Also her mit euren Ideen!

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