Pangkor Laut – ein kleines Paradies in Malaysia

Nach Kuala Lumpur war unser nächster Stop Pangkor Laut. Eine kleine Privatinsel 3 Autostunden von der Hauptstadt entfernt. Hatte ich schon erwähnt, dass wir bisher nicht einen Autokindersitz auf unserer Reise gesehen hatten. Die Fahrt war… ich nenne es mal anstrengend… Also für mich. Volker habe ich das kleine wilde Kind aufs Auge gedrückt. Und was macht das? Schlafen! Na toll… Und ich diskutierte und schimpfte drei Stunden lang mit dem Großen. Dabei wäre der Ausblick so schön gewesen…

Aber gut, die Zeit verging auch und wir kamen heil an. Mit dem Boot ging es dann weiter.

Und dann: Oh! Mein! Gott!!!!

Gleich mal vorweg: auf dieser Insel gibt es nichts, außer dem Resort. Keine Supermärkte, Sehenswürdigkeiten oder Restaurants (davon hat das Hotel selbst vier). Und es ist auch kein Schnäppchen (Ich habe schon immer unsere abgeschrammelten Reisetaschen zwischen denen von Louis Vuitton geliebt), aber wer sich mal etwas gönnen möchte, findet hier das Paradies.

Unser Zimmer war für vier Personen ziemlich knapp bemessen, aber Volker und ich konnten abends auf dem großen Balkon noch unseren Wein trinken.

Bereits bei unserer Ankunft begrüßte uns ein großer Nashornvogel und auch in den kommenden Tagen, setzte sich immer mal wieder einer in unsere Nähe. Fenster und Türen sollten wir sicherheitshalber schließen, wenn wir nicht da waren. Die Äffchen kommen gerne mal gucken, ob irgendwo ein Keks liegt.

Auf dem Weg zum Abendessen weckte lautes Geschrei unsere Aufmerksamkeit und wir waren überrascht, einen ganzen Baum voller Flughunde zu entdecken.

Das schöne an diesem Resort ist, dass man das Gefühl hat, hier wurde keine Insel zerstört, um es für Touristen hübsch zu machen. Überall fließt die Natur mit ein. Sei es ein Felsen mitten im Restaurant oder der Regenwald der alles umgibt.

Hierher kommt man, um sich zu erholen. Es gibt ein Spa Village und ein “private dining” Restaurant zu dem Kinder keinen Zutritt haben. Und das finde ich super! So hat man als Eltern kein schlechtes Gewissen den anderen Gästen gegenüber und die Menschen, die hier absolute Ruhe suchen, bekommen sie auch.

Wer ein wenig „Action“ braucht, kann Schnorchel oder Kanu leihen, sich durch den Dschungel oder um die Insel führen lassen (oder geht allein), oder schwitzt ein wenig im Fitness Raum. Tennis und Squash spielen ist auch möglich und wem die Bücher ausgehen, dem steht eine kleine Bibliothek zur Verfügung.

Ein Shuttle fährt ständig zum Strand. Der Weg ist zwar kurz, dafür aber über einen Berg. Es führt nur eine Straße über diesen, mitten durch den Regenwald. Und dort sitzen dann auch mal kleine Äffchen in den Bäumen. Im Wasser ist man immer wieder umgeben von Fischen und die Bucht ist einfach wunderschön.

Sorry, aber jetzt kommen ein paar mehr Bilder….

 

Das Frühstück war beeindruckend und es war unmöglich alles zu probieren. Abends hatte man die Wahl zwischen vier Restaurants und nach drei Wochen Asien gab es hier auch mal Lasagne für mich (zu Volkers Entsetzen!).

Und vom Wellness Angebot fange ich gar nicht erst an. Wie gesagt, es gab ein ganzes Spa Village… abgelegen hinter den Sea Villen, direkt dahinter der Dschungel. Einfach unbeschreiblich. Dieser Ort strahlt einfach eine unglaubliche Ruhe aus.

Und auch das Personal und der Service waren toll. Zu einem kurzen Krankenhausbesuch mit dem kleinen Kind wurde Volker von einer Hotelangestellten begleitet. Für die Überfahrt aufs Festland, das Taxi und ihre Begleitung zahlten wir nichts extra (vielleicht nur Glück). Und auch an einem Abend als die Kinder absolut nicht zu bändigen waren, wir aber ein tolles Menü bestellt hatten, wurden diese ungefragt beaufsichtigt und beschäftigt. Ich frage mich bis heute wie das große Kind ohne englisch sprechen zu können, mitteilen konnte, dass es aufs Klo muss… Ganz egal, alle waren sehr bemüht und wir fühlten uns sehr wohl. Man hat das Gefühl, dass die Menschen hier gerne machen, was sie machen. Man spürt keinen Stress, keine Hektik, keine Lustlosigkeit. Und dieses Gefühl überträgt sich auch auf die Gäste. Aber an so einem Ort fällt es einem auch schwer, schlecht gelaunt zu sein.

Es war so wunderschön auf dieser Insel und wir wollten nach sieben Tagen noch gar nicht wieder weg. Langweilig wurde uns nicht. Es tat einfach so gut! Das Meer, der Strand, das gute Essen, die Ruhe, glückliche Kinder die am liebsten mit Schwimmring geschlafen hätten und begeisterte Eltern.

Wer also noch keine Idee hat, wo es in den Flitterwochen hingehen soll, ist hier genau richtig. Romantischer könnte es nicht sein. Ich war selten von einem Ort so begeistert, wie von diesem. Und nun will ich wieder zurück….

Aber erstmal ging es für uns ja noch weiter, zum letzten Punkt auf unserer (Reise)Karte: Singapur.

Ein Kommentar

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