Es gibt sie, die Nordsee in St Peter Ording

Nordsee – wir werden keine Freunde mehr…. – Ein Wochenende in Sankt Peter Ording

Vor kurzem hieß es für uns: Tasche packen, Kinder zu Oma und Opa bringen und zu zweit ab an die Nordsee!

St.Peter Ording war unser Ziel und von Donnerstag bis Sonntag waren wir im hübschen Hotel “Zweite Heimat” zu Gast.
Dieses liegt direkt am Strand und wenn man ein Zimmer in der Zweiten oder dritten Etage hat, hat man sicher auch einen tollen Meerblick. So toll der Meerblick an der Nordsee halt sein kann, meistens ist sie ja weg…. Wir schauten direkt auf den Deich. Die Zimmer sind sehr schön eingerichtet und haben keine Nummern, sondern Namen. Benannt nach Familien, die eine Bedeutung für St. Peter Ording haben. Unser Zimmer hieß Peter Hamkens und ich als Mecklenburger Deern verfalle am Meer direkt in meinen breiten Dialekt. Somit war ich mit Pehder Hamkäns ganz glücklich 😉

Zimmer im Hotel Zweite Heimat in St. Peter Ording

Hier fühlt man sich wirklich wohl und jeder ist willkommen. Viele Familien mit kleinen Kindern, Pärchen, Junggesellinenabschied (nein, keine dummen Kostüme!), Hundebesitzer. Alles dabei, aber angenehm. Ich habe auf unseren Zimmer keinen Hund bellen, keine Kinder weinen und keine Mädels gröhlen hören. Zum Hotel gehört ein schönes Restaurant, das “Esszimmer”. Hier wird viel Wert auf Regionalität gelegt. Vom Ei bis zum Fisch kommt alles aus der Umgebung. Anders wäre es aber auch nicht nachvollziehbar. Es ist ja alles vor der Tür.
Wir waren gleich zwei Mal abends dort essen. Einen ausführlichen Bericht zum Esszimmer St. Peter Ording findet ihr hier.

Freitag war dann ja praktisch unser erster richtiger Urlaubstag. Und wie soll es anders sein, beide um 6.30 Uhr hellwach. Da wir vom üppigen Abendessen noch satt waren, dachten wir uns, wir gehen erst einmal ans Meer. Also warm angezogen und raus mit uns, Seeluft schnuppern. Ja nun, schnuppern war auch das einzige was wir vom Meer konnten. Wasser war weg!

Keine Nordsee sondern nur Watt in St. Peter Ording

Wie gesagt, ich komme aus Mecklenburg. Da ist man nun mal halbwegs an der Ostsee groß geworden. Wir mögen es beständig und zuverlässig. Da weiß man was man hat. Vorne Sand, direkt dahinter schwappt das Wasser mal leise, mal laut an den Strand. Egal wie kalt, wenigstens der große Zeh muss das Wasser einmal berühren.

Und nun zurück zur Nordsee. Nein, wir werden keine Freunde mehr…. Als ich Volker diese paar Tage Auszeit zum Geburtstag schenkte, dachte ich “Ach Ostsee, du bist doch nichts besonderes. Versuchen wir es mal wieder mit der Nordsee!” Geben wir diesem Ebbe und Flut Ding nochmal eine Chance… Und da waren wir nun. Das Meer jedoch nicht. Unser erster Strandspaziergang dauerte nicht lange, da uns einfach etwas fehlte. Na klar, schon cool was da so passiert mit diesen Gezeiten, aber nun ja….

Darum ging es dann doch schneller als gedacht zum wirklich sehr guten Frühstück ins Hotel zurück. Volker hatte am Vortag einen letzten Massagetermin für den Vormittag ergattert. Hier gibt es einen Minuspunkt für das Hotel. Anscheinend gab es nur einen Masseur und Termine macht man am besten eine Woche im Voraus. Danach Citytour 😉 SPO (ich kürze jetzt einfach mal ab) ist größer als man denkt und besteht sogar aus vier Ortsteilen. Wir machten uns zu Fuß auf nach “Bad”. Hier findet sich alles was der Tourist braucht. Sehr sympathisch ist, dass jeder kleine Kiosk Gummistiefel verkauft. Unsere standen natürlich traurig in Hamburg im trockenen. Wir bummelten durch die Straßen, aßen Mittag und schlenderten zurück durch Wald und über den Deich. Oh, ein leichtes Rauschen war zu vernehmen. Kleiner Pluspunkt liebe Nordsee.

Ich gönnte mir eine Pause im Hotelzimmer. Fernseher an und einfach einschlafen. Brauche ich niemandem mit Kindern zu erzählen, Purer Luxus! Volker entspannte in der Sauna.

Die Sauna im Hotel Zweite Heimat in St. Peter Ording

Abends gingen wir in der “Strandhütte” essen. Was in SPO ja wirklich sehr schön ist, sind die Pfahlbauten am Strand. Und in so einem ist Axels Restaurant die “Strandhütte”. Dort haben wir auch sehr schön gegessen und im Sommer wenn es lange hell ist, ist der Blick aufs Meer sicher wunderschön.

Und schwupps, schon ist Samstag. Wieder tolles Frühstück, kleiner Ausflug zum Wasser (muahahahaaaa), einen Leuchtturm haben wir gefunden und viele viele Schafe. Wir haben uns den alten Ortsteil “Dorf” angeschaut und fanden die alten Reetdachhäuser sehr schön. Danach bodenständiges Essen im Kirchspielkrug in Eiderstedt. Schöne Gaststätte, wie sich das auf dem Dorf gehört.

Dorsch mit Senfsoße und  Gurkensalat im Kirchspielkrug in Eiderstedt

Danach Relaxprogramm im Hotel. Am Nachmittag wurde angebadet (also nicht von uns) und da war sie doch tatsächlich! Die Nordsee! Krass! Und viele mutige Schwimmer. Sogar die Sonne ließ sich blicken und wir machten einen richtigen Spaziergang am Meer und genossen das Kreischen der Möwen und Rauschen der Wellen im Strandkorb. Danke liebe Nordsee, vielleicht mag ich dich doch ein bisschen. So ca. 5 Stunden am Tag…

Abends waren wir dann wieder in unserem Hotel essen, waren aber nicht so begeistert, wie am ersten Abend.

Am Sonntag ging es dann auch schon wieder zurück. Tschüß Sankt Peter Ording, war schön bei dir! Deine langen Strände, Deiche auf denen man stundenlang spazieren kann, Pfahlbauten, Reetdachhäuser und Fischköppe lassen einen das Nordsee-feeling spüren, Das nächste Mal aber mit ein bisschen mehr Wasser 😉

Pfützen im Wattenmeer in St. Peter Ording

Vielleicht bringen wir dann auch die Kinder mit. Die finden auch Pfützen allein ganz toll.

2 Kommentare

  1. Genau, das Mehr ist nicht immer da, wenn Frau es braucht.

  2. Ich tausche ein h gegen ein e: Meer natürlich

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