Neuseeland Lamm bittet zum Tanz

Bei vielen Ideen meines Freundes lächle ich trotz des Verdachts auf Rinderwahn und weiß mit großer Gewissheit „so schnell wie sich die Euphorie entwickelt, ist sie auch wieder verschwunden“. Meistens sage ich „ja…“ und verkneife mir, ihm voller Sorge über den Kopf zu streicheln…

So auch die Idee: Wir fahren nach Garmisch Partenkirchen und grillen mit Neuseeland Lamm auf der Olympia-Skischanze! Gekonnt ignorierte ich die vor Freude strahlenden Augen und nickte… Womit ich nicht gerechnet hatte, war ein paar Wochen später im Flugzeug Richtung München zu sitzen o.O

Ich? Bayern? Schnee???? Neeeee!!!! Grillen kann man doch auch Zuhause! Schön im Garten und Sommer und so… Nun ja, für Diskussionen war es zu spät und die Flugtickets gebucht!

Somit machten wir uns auf den Weg und schneller als ich „Lammsalami“ sagen konnte, saßen wir zwischen anderen Grill- bzw. Lammfreunden im Hotel in Garmisch Partenkirchen. Ein Bus holte uns ab, den ersten Abschnitt der Schanze mussten wir zu Fuß erklimmen, aber zum Glück wartete oben schon das extra aus Neuseeland importierte Bier! Nachdem wir von den Veranstaltern und dem Koch Heiko Schulz begrüßt wurden, wussten alle, was zu tun war. Aufgaben wurden verteilt, hier geschnibbelt, da gespießt, hier und dort ein Bier getrunken und fotografiert. Da jeder – ganz wie beim Grillcamp Hamburg – mit angepackt hat (jahahahaaaa, wir wurden nicht „bekocht“) wurde niemandem langweilig und die ersten Gerichte waren schnell zubereitet. Man isst ja öfter mal Lamm, aber dieses ließ keine Wünsche offen! Lam(m)bada auf der Zunge!!! Natürlich darf man nicht die Kreativität des Kochs unterschlagen (also ich wäre nicht auf die Idee gekommen ein „falsches Ossobuco“ zu zaubern, in dem man eine Jacobsmuschel in ein Stück Lamm steckt). Ich kann nicht mehr mit 100%iger Gewissheit sagen, wie viele verschiedene Gerichte es gab, aber ich glaube es waren ca. sieben. Aber keines war zu viel oder die Bauchschmerzen durch vollkommene Völlerei nicht wert.

Als es langsam dunkel wurde, kam noch ein netter Herr und führte uns bis ganz auf die Spitze der Skisprungschanze. Diesen tollen Ausblick vergisst man auch nicht so schnell und auch nicht den Drang den Menschen, die dort runter fahren, voller Sorge über den Kopf zu streicheln….

Unten wieder angekommen, aßen wir noch was unsere Mägen zuließen, tranken noch ein Bier und ließen den Abend gemeinsam im Hotel ausklingen.

Abschließend kann ich sagen, nicht alle Ideen, die mein Freund so hat, sind total bekloppt und diese hier war sogar mal richtig richtig gut!! Vielen Dank an Neuseeland Lamm, den Koch Heiko Schulz und Volker!!!

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